Kanye West über Sklaverei

04. Mai 2018 12:17; Akt: 04.05.2018 12:22 Print

«400 Jahre? Das haben sie sich ausgesucht»

Letzte Woche stieß Kanye West auf Twitter mit seiner Begeisterung für US-Präsident Trump die Leute vor den Kopf. In neuen Interviews sorgt er für noch mehr Kopfschütteln.

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Seit vergangener Woche twittert er wieder: Rapper/Modedesigner/Unternehmer Kanye West scheint sich auf Social Media aktuell alles von der Seele zu schreiben, nachdem sich der 40-Jährige zuvor für längere Zeit aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hatte.

Nun veröffentlichte er auf seinem Youtube-Kanal ein ausführliches Interview, das Radiomoderator Charlamagne Tha God (39) mit ihm geführt hatte. Außerdem stellte sich West den Fragen des Gossip-Portals TMZ.com. Wir tragen die fünf wichtigsten Dinge, die Ye in den beiden Interviews verraten hat, zusammen.

Das lange Interview mit Charlamagne Tha God. (Quelle: Youtube/Kanye West)

«Im Rennen gegen die Popularität anderer Künstler»

2016 hat West einen Nervenzusammenbruch erlitten. Nun offenbart der Yeezy-Designer den Grund dafür. Er sei völlig überarbeitet gewesen und habe mit Ängsten zu kämpfen gehabt. «Ich war in einem Rennen gegen die Zeit, gegen die Popularität anderer Künstler.»

Für seine psychische Gesundheit nimmt West aktuell Medikamente. In Behandlung ist er allerdings nicht – «die Welt ist mein Therapeut», meint er im Youtube-Interview. Er wolle außerdem das Stigma rund um das Thema der geistigen Gesundheit brechen.

Weiterhin Unterstützung für Trump

Im Gespräch mit TMZ.com kommt West erneut auf seine umstrittenen Aussagen zum republikanischen US-Präsidenten Donald Trump (71) zurück: «Ich liebe Trump, er ist mein Junge.» Gegenüber Charlamagne Tha God begründet er seine Überzeugung damit, dass Trump der Beweis dafür sei, dass alles möglich ist.

Während West weiterhin zu Trump steht, sagt er gleichzeitig, dass er vom ehemaligen Präsidenten Barack Obama (56) enttäuscht sei. Obama habe sich nicht bei ihm entschuldigt, nachdem er den Rapper wiederholt einen Dummkopf genannt habe. Mildernd meint er dennoch: «Aber niemand ist perfekt. Ich liebe Obama trotzdem.»

Der Bruch mit Jay Z

Einst waren Kanye West und Jay Z (48) beste Kumpels, heute scheint die Freundschaft der beiden Rapper auf Eis gelegt zu sein. «Wir haben uns lange nicht gesehen», gesteht West gegenüber Charlamagne. Hin und wieder würden sie jedoch Kontakt via SMS haben.

Ein Grund für den Bruch sei das Nichterscheinen von Jay Z und seiner Frau Beyoncé (36) bei Wests Hochzeit mit Kim Kardashian (37) gewesen. «Ich war verletzt, als sie nicht gekommen sind», sagt West. Er respektiere, dass das Paar damals eigene Probleme gehabt habe, aber die Hochzeit seines «Bruders» verpasse man dennoch nicht.

«Du hast aufgehört, klar zu denken»

Im TMZ.com-Live-Interview schockt West mit seinen Aussagen über die Geschichte der Sklaverei: «Wenn man hört, dass es 400 Jahre lang Sklaverei gab – 400 Jahre – dann klingt das für mich so, als hätte man sich das ausgesucht.»

Nicht nur die Twitter-Community, auch die Mitarbeiter von TMZ.com waren von Wests Implikation der selbstverschuldeten Versklavung mehr als empört. «Du hast aufgehört, klar zu denken. Du darfst glauben, was du willst. Aber alles, was du hier gerade gesagt hast, hat in der echten Welt böse Konsequenzen», meldet sich der Angestellte Van Lathan zu Wort.

Van Lathan erhebt das Wort gegen Kanye. (Quelle: Youtube/TMZ)

Fettabsaugung und Tabletten

«Ich wollte nicht, dass ihr mich alle fett nennt, so wie ihr es bei Rob [Kardashian] getan habt. Er ist deswegen frühzeitig von meiner Hochzeit mit Kim abgereist», erzählt West bei TMZ.com. Aus diesem Grund habe er sich einer Fettabsaugung unterzogen.

Von den Schmerzmitteln, die er nach der Operation verabreicht bekommen habe, sei er abhängig geworden. Als West versuchte, von den Medikamenten loszukommen, sei er ins Krankenhaus eingeliefert worden und habe am Ende noch mehr Tabletten verschrieben bekommen.

Kanye schreit seine Medikamentenbeichte in der TMZ.com-Redaktion herum. (Quelle: Youtube/TMZ)

(L'essentiel/anh)

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