Zoom-Golden-Globes 2021

01. März 2021 21:35; Akt: 01.03.2021 21:43 Print

Die Hollywoodstars zeigen lieber ihre Nachttischlampen

Bei der Verleihung der diesjährigen Golden Globes schalteten sich die Stars pandemiebedingt via Zoom zu. Intime Einblicke gab es trotzdem nur bedingt.

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Endlich etwas Normalität, endlich mal wieder eine glamouröse Preisverleihung! Nicht so ganz. Das Experiment Globes-via-Zoom war nicht wirklich geglückt. Ohne ein Publikum, das die Preisträger begeistert beklatscht und über die Witze der Moderatorinnen Tina Fey und Amy Poehler lachte, war die dreistündige Sause mehr Tortur als echtes Highlight. Ein schlechtes Omen für die Oscars, die in zwei Monaten auf ein ähnliches Konzept setzen.

Intime Einblicke? Fehlanzeige.

Da die meisten Nominierten aus ihren Villen zugeschaltet wurden, erhoffte man sich einen ungefilterten Blick auf die Lebensrealität der Stars. Aber natürlich achteten diese penibel darauf, möglichst wenig preiszugeben. Die meisten nahmen vor den obligatorischen Bücherregalen Platz, gern drapiert mit Blumentopf – zum Beispiel Sacha Baron Cohen (49) oder Nicole Kidman (53).

Extrem beliebt: der Platz vor einer schummrigen Nachttischlampe. Leider gab es keine Dankesrede vom Klo aus – das hätte der lahmen Zoom-Veranstaltung etwas mehr Schwung verliehen.

PreisträgerInnen sind endlich mal divers

Im Vorfeld musste die Hollywood Foreign Press Association, die aus lediglich 87, größtenteils betagten JournalistInnen besteht, viel Kritik einstecken. Kein einziges Mitglied ist nämlich schwarz. Bei der Preisvergabe aber sah es gut für diverse Darstellende und Filmemachende aus.

Beide Actor-Preise in der Kategorie Drama gingen mit Chadwick Boseman («Ma Rainey’s Black Bottom») und Andra Day (34, «The United States vs. Billie Holliday») an Afro-AmerikanerInnen. Boseman erhielt seinen Preis posthum – er starb vergangenen August mit 43 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

Nicole Kidmans Töchter sind herrlich bescheiden

Die Schauspielerin (53) versammelte ihren Ehemann Keith Urban (53) und die Töchter Sunday (12) und Faith (10) auf dem heimischen Sofa. Eine Überraschung! Denn Kidman hält ihre Kids normalerweise aus der Öffentlichkeit fern.

Erfrischend: Statt teuer und auffällig gestylt wie der Nachwuchs von Beyoncé und Kim Kardashian zeigten sich die beiden Mädchen in einfachen weißen Kleid und mit schüchternem Lächeln, das eher an eine europäische Königsfamilie als an die Traumfabrik erinnerte. Sehr sympathisch.

Outfits zwischen Hoodie und Tüll-Roben

Oscar-Preisträger Joaquin Phoenix (46) erschien zwar persönlich im Ballroom des Beverly Hilton Hotel in Los Angeles, wählte aber trotzdem ein Homeoffice-Outfit. Teilweise zumindest. Zu Schlips und Hemd trug er einen Kapuzenpullover. Auch Jason Sudeikis (45), der einen Preis für «Ted Lasso» abstaubte, zeigte sich leger im Sweatshirt. Brie Larson (31) wählte ein lässiges Karo-Sakko.

Ganz anders Rosamunde Pike (42). Die Schauspielerin trug das voluminöseste Kleid es Abends, einen Traum aus rotem Tüll – und das in ihrem Wohnzimmer. Bei dieser Globes-Verleihung war einfach alles erlaubt.

Comedians reagieren auf Korruptionsvorwürfe

Tina Fey (50) und Amy Poehler (49) moderierten das lauwarme Event. Und gingen kurz auf den Vorwurf der Bestechlichkeit der Hollywood Foreign Press Association ein. Die Kontroverse: 30 Mitglieder wurden zu einem luxuriösen Setbesuch von «Emily in Paris» eingeflogen, was sich, wie böse Zungen behaupten, in einer Nominierung für die Serie niederschlug – die nun nicht gerade als Meisterwerk gilt.

«Die Hollywood Foreign Press Association besteht aus rund 90 JournalistInnen – keinen Schwarzen –, die auf der Suche nach einem besseren Leben jedes Jahr filmbezogene Presseausflüge machen», versuchte Fey zu witzeln. Ziemlich unentschlossen – Ex-Globes-Moderator Ricky Gervais wäre auf die Bestechlichkeitsvorwürfe vermutlich mit voller Härte und besseren Gags eingegangen.

Coolster Verlierer

David Fincher (58) hat überraschend keinen Award als bester Regisseur für seinen neuen Film «Mank» erhalten – kaum war das klar, genehmigte er sich live auf Zoom einen Shot Wodka. Merken wir uns für die nächste Absage auf eine Job-Bewerbung.

(L'essentiel/Catharina Steiner)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wulli am 01.03.2021 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    wat e Quatschhhhhhhhhhh...brauch keen!!!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wulli am 01.03.2021 22:06 Report Diesen Beitrag melden

    wat e Quatschhhhhhhhhhh...brauch keen!!!!!