Am «Kill Bill»-Filmset

06. Februar 2018 21:22; Akt: 06.02.2018 21:22 Print

Uma Thurman zeigt ihren Horror-​​Crash

Bei einem Unfall am Set von «Kill Bill» zog sich die Schauspielerin bleibende Verletzungen zu. Der Vorfall wurde 15 Jahre lang vertuscht. Jetzt wirft sie den Produzenten Böswilligkeit vor.

Diese Aufnahmen von Uma Thurmans Unfall sind jetzt, 15 Jahre nach den Dreharbeiten zu «Kill Bill», an die Öffentlichkeit gekommen. (Video: Tamedia/Instagram)

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US-Schauspielerin Uma Thurman (47) veröffentlichte Anfang Woche ein Unfall-Video auf Instagram: Es zeigt, wie sie mit einem Auto ins Schleudern gerät und in einen Baum kracht. Der Horror-Crash ereignete sich während der Dreharbeiten zum ersten «Kill Bill»-Teil 2003. Sie gibt den Produzenten Lawrence Bender, E. Bennett Walsh und dem berüchtigten Harvey Weinstein die Schuld dafür und trägt ihnen nach, dass sie den Unfall jahrzehntelang vertuschen musste.

«Sie haben gelogen, die Beweise zerstört und logen weiterhin, was meine bleibenden Verletzungen anbelangt. Sie hatten böswillige Absichten. Schande in aller Ewigkeit über die drei.» Laut People musste Thurman sofort ins Krankenhaus gebracht werden und trug «bleibende» Nackenverletzungen sowie «kaputte Knie» davon.

«Nichts in meinem Leben bereue ich so sehr wie das»

Regisseur Quentin Tarantino habe Thurman die Unfall-Aufnahmen Jahre später überlassen – mit der Begründung, ihr bei der Rekonstruktion der Ereignisse helfen zu wollen. Laut People fühlt sich Tarantino schuldig. Gegenüber der New York Times sagt er, dass er «nichts in meinem Leben so sehr bereue» wie diesen Stunt.

Thurman habe den Stunt gar nicht machen wollen. Der Regisseur bekam das mit, doch gezwungen habe er sie nicht. «Jeder, der Thurman kennt, weiß, dass man sie nicht anschreien soll, wenn man am Set etwas von ihr verlangt», führt er weiter aus. «Wir haben ein Jahr lang zusammen am Film gearbeitet, ich würde sie so nie behandeln.»

Er wollte, dass sie «so viel wie möglich macht». Aber dass die letzten vier Produktionstage bei «einem einfachen Auto-Dreh fast ihr Leben gefordert hätten», kann Tarantino nicht einfach so wegstecken.

Thurman schätzt Tarantinos Ehrlichkeit und Mut

Bevor Thurman ins Auto stieg, sei er die Strecke selbst abgefahren. Dabei habe er eine S-Kurve im Sand hinterlassen. Diese Spur wurde Thurman zum Verhängnis und ließ die 47-Jährige die Kontrolle über das Lenkrad verlieren. Sobald sie im Krankenhaus war, hat Tarantino «richtig gelitten».

Er wirft sich vor, die Strecke nicht nochmals überprüft zu haben, bevor die Schauspielerin losfuhr. «Das war einer meiner schrecklichsten Fehler.» Danach sei die Beziehung zwischen den beiden nicht mehr dieselbe gewesen: «Das Vertrauen wurde verletzt.» Zwei, drei Jahre soll der Bruch zwischen ihnen gedauert haben.

Thurman habe ihm mittlerweile vergeben und glaubt nicht, dass böse Absicht dahinter steckte. Sie bewundert sogar seinen Mut, ihr die Aufnahmen überlassen zu haben; denn deren Veröffentlichung könnte auch ihm schaden.

Weinstein dementiert Thurmans Anschuldigungen

Harvey Weinsteins Verhalten ist für Thurman hingegen unverzeihlich. Vor kurzem hat sie dem Mogul sexuelle Belästigung vorgeworfen, die allerdings bereits 25 Jahre zurückliegt. Weinstein gibt zwar zu, mit ihr geflirtet zu haben, dementiert aber, sie jemals angefasst zu haben.

Ein Sprecher des gefallenen Hollywood-Riesen sagt zu People: «Es gab keinen körperlichen Kontakt. Diese Vorwürfe betrüben Mr. Weinstein und er fragt sich, wieso Thurman nach 25 Jahren, in denen er sie als Kollegin und Freundin bezeichnete, mit solchen Anschuldigungen an die Öffentlichkeit geht.»

(L'essentiel/nia)