Schauspieler Rob Kazinsky

01. Juni 2016 15:13; Akt: 01.06.2016 15:13 Print

«‹Warcraft› hat mir das Leben gerettet»

Rob Kazinsky über seine Rolle in «Warcraft», seine Erfahrung als Gamer – und warum er Orgrim Doomhammer auch gratis gespielt hätte.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Herr Kazinsky, hatten Sie Zweifel, bei diesem Film mitzumachen? Bislang waren die meisten Game-Verfilmungen Enttäuschungen.

Sagen wir ruhig, wie es ist: Bis jetzt gab es noch keine gute Game-Verfilmung. Aber jetzt hat ein Studio zum ersten Mal richtig Geld in die Hand genommen, um ein Spiel als Blockbuster zu lancieren. Trotzdem hatte ich Angst, dass dieses Projekt in die Hose geht – nicht zuletzt weil ich selber ein großer «Warcraft»-Fan bin. Aber als ich den fertigen Film sah, fiel der Druck von mir ab: Ich wusste, dass wir einen guten Film hingekriegt hatten.

Kann man sich «Warcraft: The Beginning» anschauen, wenn man das Spiel nicht kennt?

Auf jeden Fall. Duncan (Jones, Regisseur – Red.) hat erkannt, dass es bei «Warcraft» eine großartige Story gibt, die sich nicht vor anderen klassischen Geschichten, etwa aus der Bibel oder über Cleopatra, verstecken muss. Deshalb funktioniert der Film für beide Seiten: für das Film-Publikum, aber auch für Hardcore-Spieler wie mich. Natürlich wurden die Kanten ein wenig geglättet, um den Streifen für ein breites Publikum zugänglich zu machen.

Orgrim Doomhammer ist eine der Attraktionen in «Warcraft». Wie war es für Sie, diese wichtige Figur zu spielen?

Ich muss vorausschicken, dass ich unzählige Stunden in Orgrimmar verbracht habe. Als mich Duncan fragte, ob ich Orgrim spielen wolle, war es, als würde jemand sagen: «Möchtest du vielleicht eine Million Dollar?» (lacht) Ganz ehrlich: Ich hätte es ohne Bezahlung gemacht. Ach was: Ich hätte sogar dafür gezahlt, Orgrim zu spielen.

Welche Gefühle hatten Sie am Filmset?


Ich habe geweint vor Glück. Sehen Sie, als bekanntes und nicht sonderlich beliebtes Gesicht aus «EastEnders» (britische Fernseh-Soap – Red.) hatte ich eine Zeit lang Mühe, unter Leute zu gehen. Ich habe mich daraufhin verkrochen und «Warcraft» gespielt. Im Spiel konnte ich mit fremden Leuten Freundschaften schließen und Rewards sammeln. Niemand sah mich als Psychopath in einer TV-Serie. Nach und nach wurde mein Selbstbewusstsein gestärkt, meine Ängste verschwanden. «Warcraft» hat mir das Leben gerettet.

Dann waren Sie wohl ziemlich gut, oder?

Ich war unter den Top 10 auf World of Logs, ich war in einer der Top-100-Gilden weltweit und ich habe das Spiel 18 Stunden am Tag gespielt. Aber mittlerweile bin ich ein Casual-Gamer geworden, ich spiele längst nicht mehr so exzessiv wie früher.

Was haben Sie am liebsten gespielt?

Ich habe vor allem Todesritter gespielt. Ich spiele hauptsächlich Horde, mit der Allianz wurde ich bisher noch nicht so recht warm.

Wie viel haben Sie aus dem Game für den Film übernommen?

Nur wenig. Die anderen Schauspieler wussten ja nichts über das Spiel, ich hingegen viel zu viel. Mir war aber bewusst: Das wird ein Film, kein Spiel. Es ist eine Hommage an das Game, keine Verfilmung. Ich wollte meine Figur losgelöst von der Vorlage entwickeln.

Haben Sie den Druck der vielen «Warcraft»-Fans gespürt, als Sie als Orgrim Doomhammer vorgestellt wurden?

Und wie! Es gab sehr viele Reaktionen, und längst nicht nur positive. Aber seit ich den Film gesehen habe, ist alles gut. Ich bin mir sicher, dass die Fans zufrieden sein werden. Mit dem Film – und hoffentlich auch mit mir.

(L'essentiel/rtl)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.