«Schmerz der letzten Monate»

10. September 2018 16:23; Akt: 11.09.2018 10:32 Print

Wurde Küblböck an der Schule gemobbt?

Es besteht kaum noch Hoffnung, dass der vermisste TV-Star noch lebend gefunden wird. Seine ehemalige Schule weist Mobbing-Vorwürfe von sich.

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Vom vermissten früheren DSDS-Star Daniel Küblböck fehlt jede Spur. Der 33-Jährige soll vor Kanada bei einer Kreuzfahrt über Bord gegangen sein. Seine Schauspielschule weist derweil Mobbing-Vorwürfe zurück.

Kaum noch Hoffnung: Die Suche nach dem vor Kanada in den Atlantik gestürzten Sänger und früheren TV-Star Daniel Kaiser-Küblböck ist am Montag ergebnislos geblieben.

10,5 Grad Wassertemperatur

Der 33-Jährige war nach Angaben des Anbieters Aida Cruises bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York am Sonntag in der Labrador See, etwa 185 Kilometer nördlich von St. John's/Neufundland, über Bord gegangen. Die Wassertemperatur beträgt dort nur etwa 10,5 Grad. Ohne Hilfe liegt die Überlebenschance bei nur wenigen Stunden.

Der Kreuzfahrt-Veranstalter äußerte schon am Sonntag die begründete Annahme, dass der privat an Bord befindliche Kaiser-Küblböck absichtlich gesprungen sei. Als Daniel Küblböck war der damalige Teenager mit der ersten Staffel der RTL-Castingshow «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) vor bald 16 Jahren berühmt geworden.

Mobbing oder nicht?

Die zuletzt von Kaiser-Küblböck besuchte Berliner Schauspielschule wies am Montag Mobbing-Vorwürfe zurück. «Die Behauptung über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück», hieß es in einer Erklärung der ETI Schauspielschule Berlin des Vereins Europäisches Theaterinstitut.

Im Internet kursiert ein angeblich von Küblböck verfasster Netz-Eintrag, in dem von monatelangem Mobbing an der Schule die Rede ist und einer Dozentin vorgeworfen wird, nichts dagegen getan zu haben.

Daneben klagte Küblböck in den letzten Monaten auch öffentlich über körperliche Schmerzen. Am 19. Juli postete er auf seiner Facebook-Seite einen Beitrag, in dem er von seinem verstauchten Fuß und starken Bauchschmerzen berichtet. Der 33-Jährige bedauerte, dass er deshalb an einer internen Schulpräsentation nicht teilnehmen konnte.

Kritik erntete am Montag ein Statement von Musikproduzent Dieter Bohlen, der sich in einem bei Instagram geposteten Video «total geschockt» zeigte. Der DSDS-Chefjuror trug darin eine verspiegelte Sonnenbrille und einen Kapuzen-Pullover, der ausgerechnet die Aufschrift «Be one with the Ocean» (Sei eins mit dem Ozean) hat.

Brüchige Karriere

Kaiser-Küblböck, geboren im bayerischen Hutthurm, wurde 2002/03 mit «DSDS» bekannt. Er wurde damals Dritter hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann, bekam aber nicht zuletzt wegen seiner aufgekratzten Art viel Medienaufmerksamkeit.

Anfang 2004 war er dann einer der Teilnehmer der ersten Staffel des RTL-Dschungelcamps «Ich bin ein Star - Holt mich hier raus». Vor vier Jahren bewarb sich Kaiser-Küblböck vergeblich mit dem Lied «Be A Man» um die Teilnahme am Eurovision Song Contest in Kopenhagen.

(L'essentiel/chi/sda)

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