Kinder ausgenutzt?

01. August 2017 05:30; Akt: 31.07.2017 20:04 Print

Angelina Jolie wehrt sich gegen böse Vorwürfe

Die Anschuldigungen sind happig: Angelina Jolie soll Kindern bei einem Casting zuerst Geld angeboten und dann wieder weggenommen haben. Die Schauspielerin dementiert vehement.

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Ausgerechnet Angelina Jolie. Ausgerechnet sie, die für ihr humanitäres Engagement bekannt ist. Sie muss sich jetzt gegen den Vorwurf wehren, kambodschanische Kinder ausgenutzt zu haben. Um die Geschichte zu verstehen, muss man das Rad der Zeit etwas zurückdrehen.

Im September erscheint auf Netflix das Biopic-Drama «First They Killed My Father», das von den Gräueltaten der Roten Khmer in Kambodscha erzählt. Regisseurin Jolie brauchte dafür eine junge weibliche Hauptdarstellerin und sah sich dazu in Waisenhäusern und Slum-Schulen um.

«Von Emotionen überwältigt»

Laut der Zeitschrift Vanity Fair soll den potenziellen Darstellerinnen beim Casting dann demonstrativ Geld auf einen Tisch gelegt worden sein. Dazu hätten sich die Mädchen überlegen müssen, wozu sie das Geld ausgeben würden. Der Casting-Direktor, so heißt es im Magazin weiter, habe, als einige der Kinder die Noten bereits in der Hand hielten, dann aber gefordert, dass sie das Geld wieder zurückgeben müssten.

Die Rolle erhielt schließlich ein Mädchen namens Srey Moch. «Das war das einzige Kind, das das Geld sehr lange angesehen hatte», wird Jolie von Vanity Fair zitiert. «Als sie es dann wieder hinlegen musste, wurde sie von Emotionen überwältigt. Als sie später gefragt wurde, wofür sie das Geld verwendet hätte, sagte sie, ihr Großvater sei gestorben und dass sie nicht genug Geld für eine Beerdigung hätten.»

Die Vorwürfe sind laut Jolie «erschütternd»

Harte Worte, die der 42-jährigen Schauspielerin nun um die Ohren fliegen. In einem Statement in Variety erklärt sie, die Casting-Methoden seien falsch verstanden worden, es habe sich um eine «gespielte Übung» gehandelt. Die Vorwürfe sind laut Jolie «falsch und erschütternd. Ich wäre außer mir, wenn es so passiert wäre.»

Zudem betont sie, dass während des Drehs stets Eltern, Ärzte und Spezialisten vor Ort gewesen seien, um für das Wohlergehen der Minderjährigen zur sorgen. «Der Film soll auf den Horror aufmerksam machen, dem Kinder im Krieg begegnen, um sie so zu schützen.»

Trailer zu «First They Killed My Father» (Quelle: Youtube).

(L'essentiel/ysc)

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