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26. Mai 2020 13:52; Akt: 26.05.2020 14:18 Print

Aviciis Mutter gibt erstes Interview seit seinem Tod

Vor zwei Jahren starb Tim Bergling alias Avicii. Nun spricht erstmals seine Mutter öffentlich über den schweren Verlust.

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Vor zwei Jahren, am 20. April 2018, starb Star-DJ Avicii. Der damals 28-Jährige hatte sich das Leben genommen. Nun spricht zum ersten Mal seine Mutter Anki Lidén mit der schwedischen Zeitung Aftonbladet über «die schwerste Zeit ihre Lebens». Dazu sagt sie: «Es war traumatisch. Ich war vom Schock wie betäubt.» Die 73-Jährige fügt an: «Es war zudem auch turbulent, weil so viele Dinge folgten.» Um sich von dem schweren Verlust abzulenken, habe sie nun alle Streamingdienste, die man haben kann, so Lidén: «Ich habe mir alles Mögliche angeschaut, um abschalten zu können. So konnte ich der Realität für einige Zeit entfliehen.»

Ihren Schmerz hätten aber viele «fantastische Menschen» geteilt. «Wir spürten die Liebe zu Tim. Es kamen Briefe aus der ganzen Welt, in der die Menschen schrieben, was Tim ihnen bedeutet hat. Ich fühlte eine große Dankbarkeit.» Trotzdem nehme die Trauer auch zwei Jahre danach nicht ab, so Lidén. «Ich kann manchmal immer noch nicht fassen, dass er weg ist. Manchmal geht es mir heute viel schlechter als damals kurz nach seinem Tod. Ein Kind zu verlieren, ist einfach schrecklich. Der Schock und das Trauma sitzen tief.» Zudem sagt sie: «Seine Musik kann ich bis heute noch nicht hören. Dann fange ich nur an zu weinen.»

«Tim Bergling Stiftung» gegründet

Für die 73-Jährige sei es aber selbstverständlich gewesen, dass sie den Suizid ihres Sohnes thematisieren möchte. «Es gab keinen Grund, die Wahrheit zu verschleiern. Wir wollten erzählen, wie Tim war. Es gab nicht viele Menschen, die über seine Probleme Bescheid wussten.»

Der Schwede hinterließ ein Vermögen von rund 23,5 Millionen Euro, das seine Eltern erbten. Sie gründeten mit einem Teil des Vermögens die «Tim Bergling Stiftung», die sich für Suizid-Prävention einsetzt. «Wir begannen damit im Herbst. Das Interesse ist sehr groß, wir wollen nun mit verschiedenen großen Organisationen zusammenarbeiten. Es soll kostenfreie Hilfe und Chaträume geben. Junge Leute, die in einer Krise sind, brauchen Hilfe, egal, wo sie sind.»

(L'essentiel/mon)

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