Schwangere Royal

16. April 2019 11:50; Akt: 16.04.2019 12:05 Print

Bei Meghan spricht vieles für einen Kaiserschnitt

Wir fragen uns, ob Herzogin Meghan mittels geplantem Kaiserschnitt gebären wird. Es gibt ein paar Indizien dafür.

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Das bald berühmteste Baby der Welt, «Baby Sussex», wird in den nächsten Tagen oder Wochen zur Welt kommen. Obwohl Herzogin Meghan zwar immer wieder betont hat, wie wichtig ihr eine natürliche Geburt sei, gibt es ein paar Hinweise, die doch auf einen geplanten Kaiserschnitt schließen lassen könnten.

1. Ihr Alter

Meghan gehört als Erstgebärende mit ihren 37 Jahren zu den sogenannten Risikoschwangeren – das Risiko für Früh- und Fehlgeburten steigt mit zunehmendem Alter. Es können häufiger Komplikationen auftreten, wie schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck, Schwangerschaftsdiabetes oder Funktionsstörungen des Mutterkuchens mit Unterversorgung des Kindes. Je älter die Gebärende, desto länger dauern im Schnitt die Geburten, außerdem sind die Babys größer und schwerer. Damit steigt das Risiko, dass während der Geburt ein Sauerstoffmangel beim Baby auftritt und somit ein Notkaiserschnitt durchgeführt werden muss.

2. Sicherheit für Baby Sussex

In England klagte 2015 ein Paar, es sei nicht ausreichend über die Risiken einer natürlichen Geburt aufgeklärt worden, nachdem ihr Baby mit einem Hirn-Schaden zur Welt kam – es mit einem rechtzeitigen Kaiserschnitt aber hätte gerettet werden können. Seither darf die natürliche Geburt für Frauen in England nicht mehr als Normalfall angesehen werden, sondern sie müssen genau informiert werden, welches die Risiken bei einer natürlichen Geburt sein können. Diese ist seither dem Kaiserschnitt gleichgestellt. Generell wird immer häufiger darüber debattiert, ob die Geburt per Kaiserschnitt ein geringeres Risiko für das Kind darstelle als eine natürliche Geburt.

3. Zwillinge oder nicht?

Die Zwillingsfrage ist ebenfalls noch nicht aus der Welt. Meghans Bauch scheint vielen Beobachtern größer als ein normaler Babybauch. Und bei ihrem Marokko-Besuch im Februar sagte Meghan, dass sie «beim nächsten Besuch die ganze Familie mitbringen werde». Sollte es sich wirklich um Zwillinge handeln, wird mit größter Wahrscheinlichkeit ein geplanter Kaiserschnitt durchgeführt werden. Mehrlingsgeburten gehören zu den Risiko-Geburten und werden heutzutage praktisch immer operativ entbunden.

4. Umzug nach Windsor

Der Umzug nach Frogmore House in Windsor erfolgte erst Anfang April 2019 – drei Wochen zu spät, weil das Anwesen erst noch für die Bedürfnisse des Herzogenpaars komplett renoviert und umgebaut werden musste. Etwa zeitgleich wurde bekannt, dass Meghan nicht wie Herzogin Kate und Prinzessin Diana im Lindo-Wing des St. Mary's Hospitals in London gebären wird. Aber ein Alternativ-Krankenhaus wurde auch nicht kommuniziert. Sicher ist: St. Marys ist vom neuen Wohnort Windsor viel zu weit entfernt, um das Krankenhaus noch rechtzeitig zu erreichen, sobald die Wehen einsetzen. Abseits vom ganzen Presse-und Öffentlichkeitstrubel in London kann sich das Paar besser zurückziehen. Dies spräche für eine natürliche Geburt zu Hause – oder aber dafür, dass auf dem Anwesen in aller Heimlichkeit ein OP-Saal für einen Kaiserschnitt eingerichtet wurde.

5. Statement von vergangenem Donnerstag

Gemäß einem Statement von Harry und Meghan vom vergangenen Donnerstag haben die beiden «die persönliche Entscheidung getroffen, die Pläne zur Geburt ihres ersten Kindes für sich privat zu behalten», und freuen sich darauf, «die aufregenden Neuigkeiten erst dann mit der Öffentlichkeit zu teilen», wenn sie die Möglichkeit gehabt haben, «erst mal im Privaten als neue Familie zu feiern». Will heißen: Es wird diesmal keine Twitter-Meldung vom Palast geben, sobald Meghan in den Wehen liegt (wie bei Herzogin Kate) – und auch keine Bilder auf der Treppe des Krankenhauses nur Stunden nach der Entbindung (wie bei Diana und Kate). Das spricht stark für einen geplanten Kaiserschnitt. Wer einen Kaiserschnitt hat, kann die erste Woche kaum normal gehen. Wir werden also erst Tage später von der Geburt erfahren.

6. Fazit

Es wäre sehr mutig und fortschrittlich von Herzogin Meghan, sich öffentlich zu einem Kaiserschnitt zu bekennen. Die C-Section, wie der Kaiserschnitt im Englischen genannt wird, ist immer noch eines der größten Stigmas für gebärende Frauen. Dabei sollte jede Frau frei entscheiden dürfen, wie sie ihre Geburt gestalten will. Mit einem solchen Schritt würde Meghan zwar bestimmt einen Shitstorm heraufbeschwören, aber auch Millionen von Frauen auf der Welt helfen, sich künftig vielleicht weniger für ihre Entscheidung rechtfertigen zu müssen. Den englischen Wettbüros zufolge soll das Baby übrigens – falls es ein Mädchen wird – Diana heißen. Und das würde wohl jeden Shitstorm in einen Rosensturm verwandeln.

(L'essentiel/Friday/Martina Loepfe)

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