Tod des Linkin-Park-Sängers

21. Juli 2017 14:28; Akt: 21.07.2017 14:32 Print

Bennington kämpfte jahrelang gegen die Sucht

Die Welt trauert um Chester Bennington, er hat sich das Leben genommen. Der Musiker hatte von klein auf mit psychischen Problemen und Drogen gekämpft.

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Linkin-Park-Sänger Chester Bennington (†41) wurde am Donnerstagvormittag (US-Zeit) tot in seiner Wohnung in Los Angeles gefunden. Der Frontmann und Sänger hatte seit seiner Kindheit mit psychischen Problemen, Drogenmissbrauch und seiner angeschlagenen Gesundheit zu kämpfen.

Bennington wurde 1976 in Phoenix, Arizona, geboren und wuchs dort in schwierigen Verhältnissen auf. Die Ehe der Eltern zerbrach, als er zehn Jahre alt war. Ein älterer Freund missbrauchte ihn mehrmals sexuell, wie der Musiker 2008 in einem Interview publik machte: «Ich wurde gezwungen, Dinge zu machen, die ich nicht tun wollte. Es hat mein Selbstbewusstsein zerstört.»

Der Frontmann von Linkin Park nahm sich in L.A. das Leben. (Video: Tamedia/AP)

Scheidung und Drogen

Seit seiner Kindheit litt Bennington unter psychischen Problemen und Selbstmordgedanken, die er unter anderem in seiner Musik verarbeitete. Im Jahr 2000 gelang seiner Band Linkin Park mit dem Debütalbum «Hybrid Theory» der Durchbruch; es folgten sechs weitere erfolgreiche Studioplatten.

Doch es gab auch Schattenseiten beim Aufstieg zum Rockstar: Bennington ließ sich 2005 von seiner ersten Frau scheiden, er konsumierte weiter Drogen, und sein Gesundheitszustand verschlechterte sich. Immer wieder musste der Frontmann im Krankenhaus behandelt werden.

Die Nu-Metal-Hymne «One Step Closer» machte Linkin Park im Jahr 2000 weltberühmt. (Quelle: Youtube/Linkin Park)

«Als wäre ich gerade aus Auschwitz gekommen»

Im letzten Jahr erzählte er in einem Interview: «Ich habe 11-mal täglich LSD genommen. Ich habe so viel eingeworfen, dass ich überrascht bin, dass ich noch sprechen kann! Ich habe ziemlich viel Crack geraucht, ein bisschen Meth, und dann bin ich einfach dagesessen und ausgeflippt.»

Zum Runterkommen habe er Opium geraucht. «Ich wog nur mehr 50 Kilo. Meine Mutter sagt, ich hätte ausgesehen, als wäre ich gerade aus Auschwitz gekommen.»

(L'essentiel)

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