Lungenfibrose

26. Oktober 2018 13:27; Akt: 26.10.2018 13:31 Print

Braucht Prinzessin Mette-​​Marit eine neue Lunge?

Die Kronprinzessin von Norwegen leidet an Lungenfibrose. Der letzte Ausweg ist eine Lungentransplantation.

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Es war für sie sichtlich nicht leicht, darüber zu sprechen: In der TV-Sendung «Dagsrevyen» schilderte Mette-Marit von Norwegen ihr Leiden, bei dem die Lunge durch chronische Entzündungen des Bindegewebes vernarbt ist und ihre Dehnbarkeit verliert: «Ich habe seit einigen Jahren gesundheitliche Beschwerden und nun kennen wir die Ursache.»

Gemeinsam mit ihrem Mann Haakon hatte sie sich dazu entschlossen, die Öffentlichkeit zu informieren, da sie krankheitshalber nur noch eingeschränkt offizielle Termine wahrnehmen kann. Statt Termin um Termin wahrzunehmen, muss sich die Kronprinzessin nun Zeit für ihre Behandlung in der Osloer Uniklinik nehmen.

Mette-Marits Krankheit ist sehr selten – und nicht auf äußere Faktoren zurückzuführen. Vieles deute auf eine Autoimmunerkrankung hin. «Das Immunsystem des Körpers greift das eigene Gewebe an», sagte der Arzt Kristian Bjøro, der die Kronprinzessin behandelt.

«Blicke optimistisch in die Zukunft»

Patienten mit der gleichen Krankheit haben eine Lebenserwartung von nur zwei Jahren – bei Mette-Marit sei der Krankheitsverlauf aber sehr langsam. Ihr Mann Haakon erklärte im TV: «Wir brauchen noch mehr Untersuchungen, aber es wird auch Dinge geben, auf die es keine Antwort gibt.» Derzeit sei man auf der Suche nach ausländischen Spezialisten, die Mette-Marit so viel Lebensqualität wie möglich sichern können.

«Es ist wichtig, dass man lernt, mit der Unsicherheit zu leben. Ich habe sehr liebe Menschen um mich herum und blicke sehr optimistisch in die Zukunft!», sagte die Prinzessin kämpferisch.

Letzter Ausweg: Lungentransplantation

Da der Grund der Krankheit unbekannt sei, könne man häufig nur die Symptome behandeln, wie Lungenarzt Dieter Ukena vom Klinikum Bremen Ost gegenüber der «Bild» erklärte.

«Für die idiopathische Lungenfibrose sind zwei Medikamente auf dem Markt – aber die können das Fortschreiten der Krankheit bloß verlangsamen. Ansonsten kann man nur Sauerstoff geben oder im Endstadium Medikamente zur Dämpfung der Atemnot, wie Opiate. Der letzte Ausweg ist eine Lungentransplantation.»

(L'essentiel/kat)

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