Australien

02. April 2015 08:14; Akt: 02.04.2015 08:26 Print

Busen auf Street View – Frau muss vor Gericht

Sie wollte im Kartendienst von Google Maps erscheinen – und zog sich dafür aus. Jetzt droht Karen Davis eine Verurteilung. Dabei hat die Australierin schon neue Nackedei-Pläne.

storybild

Karen Davis aus dem australischen Port Pirie: Alles nur Busen-Neid!

Zum Thema

Karen Davis präsentierte sich im südaustralischen Port Pirie barbusig einem Kamerawagen von Google, um so im Kartendienst Google Maps zu erscheinen. Die Aktion hat ihr nun eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses eingebracht.

Die 38-Jährige werde vor Gericht zitiert, wie eine Sprecherin der Polizei von Südaustralien am Donnerstag sagte. Ihr drohe eine Geld- oder sogar Haftstrafe.

Davis hatte extra ihr T-Shirt hochgezogen, als sie vor zwei Monaten in der Barry Street, in der sie wohnt, einen Kamerawagen von Google sah: «Ich habe mich entblößt, als er vorbeifuhr, und dann ist er zurückgekommen und hat noch einmal gefilmt, wohl um sicherzugehen, dass die Aufnahme stimmt», zitierte die Lokalzeitung Port Pirie Recorder die Australierin.

Die Bilder, die eine kurze Zeit unzensiert zu sehen waren, wurden später unkenntlich gemacht. Doch es half alles nichts: Die Aufnahmen verbreiteten sich schnell in sozialen Netzwerken. Dann kam der Ärger: «Wir haben sehr viele Beschwerden erhalten», sagte die Polizeisprecherin.

«Flachbusige Chicks denken, ich sei grauenhaft»

Davis ist in der Ortschaft mittlerweile bekannt wie ein bunter Hund. Die Reaktionen auf ihre Aktion reichten von Glückwünschen zu Verdammungen, sagt sie im «Port Pirie Recorder». Auf Facebook, erzählt sie augenzwinkernd, habe sie Freundschaftsanfragen von männlichen Teenagern erhalten.

Die bösen Botschaften aber überwiegten. «Alles Haters», sagt Davis. «Hätten die den Mumm, das zu tun?» Und die 38-Jährige fügt hinzu: «All diese flachbusigen Chicks denken, ich sei grauenhaft. Der Busen-Neid ist in Port Pirie angekommen.»

So oder so, ihr Ziel hat Davis schlussendlich nicht erreicht: Google hat offenbar neue Aufnahmen der Barry Street gemacht. Doch die Australierin hat Blut geleckt – zur Feier ihres 40. Geburtstages will sie Skydiving gehen. Natürlich oben-ohne.

(L'essentiel/gux/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sören Halvorsen am 02.04.2015 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    Australien ist immer noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Die Polizei faselt etwas von "öffentlichem Zeigen der Genitalien" (???) und nimmt, ganz diensteifrig auf Terroristenjagd, auch gleich mal eine DNA-Probe von Karen Davis. Bedenklicher erscheint der Umstand, dass es die amerikanische Firma Google ist, die in immer mehr Ländern wegelagererartig auf den Straßen herumlungert und, ohne die Betroffenen überhaupt zu fragen, munter abfotografiert um diese Bilder daraufhin weltweit zur Verfügung zu stellen. Nicht Karen Davis hat diese Fotos gemacht und verbreitet, sondern Google.

  • araber am 02.04.2015 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau!

Die neusten Leser-Kommentare

  • araber am 02.04.2015 19:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genau!

  • Sören Halvorsen am 02.04.2015 17:07 Report Diesen Beitrag melden

    Australien ist immer noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen. Die Polizei faselt etwas von "öffentlichem Zeigen der Genitalien" (???) und nimmt, ganz diensteifrig auf Terroristenjagd, auch gleich mal eine DNA-Probe von Karen Davis. Bedenklicher erscheint der Umstand, dass es die amerikanische Firma Google ist, die in immer mehr Ländern wegelagererartig auf den Straßen herumlungert und, ohne die Betroffenen überhaupt zu fragen, munter abfotografiert um diese Bilder daraufhin weltweit zur Verfügung zu stellen. Nicht Karen Davis hat diese Fotos gemacht und verbreitet, sondern Google.