Plagiozephalie

07. Dezember 2018 07:46; Akt: 07.12.2018 07:49 Print

Darum trägt Chrissy Teigens Sohn einen Helm

Auf Insta postete Model Chrissy Teigen Anfang Woche ein Foto von ihrem Sohn mit einem Helm auf dem Kopf. Der Kleine leidet an Plagiozephalie.

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Seit Montag ist bekannt: Chrissy Teigens Sohn Miles Theodore Stephens muss mindestens 23 Stunden pro Tag einen Helm tragen. Der sechs Monate alte Junge leidet nämlich an Plagiozephalie.

Dabei handelt es sich um eine Abflachung des Kopfes (siehe Bildstrecke), die im Bauch der Mutter entstehen kann. Doch auch nach der Geburt kann es zu einer derartigen Deformierung des Kopfes kommen, etwa weil das Kind immer in der gleichen Position im Bettchen liegt.

Auftreten können die Schädelverformungen in den ersten sechs Lebensmonaten. In dieser Zeit ist der Schädelknochen der Kinder noch sehr weich und daher leicht verformbar. Geschätzt wird, dass zwischen fünf und zwölf Prozent aller Babys davon betroffen sind.

Mögliche Behandlungsmöglichkeiten

Eine Plagiozephalie schadet dem Baby nicht und hat auch keinen Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns. Wird die Verformungen aber nicht behandelt, entstehen später nicht nur ästhetische Probleme, sondern es kann auch zu kieferorthopädischen Problemen, Augenveränderungen und einer Verzögerung in der psychomotorischen und kognitiven Entwicklung kommen. Die gängigsten Behandlungsmethoden von Plagiozephalie:

1
Helmptherapie

Im Falle einer nicht-genetischen Ursache ist diese Therapiemethode üblich. Im Normalfall wird für die Dauer von zwei Monaten ein Helm zur Korrektur der Deformation empfohlen, der vom zu behandelnden Baby 23 Stunden am Tag getragen werden sollte, um eine optimale Wirkung zu erzielen.

2
Lagerungskissen

Bei einer leichten lagebedingten Verformung des Schädels wird oft empfohlen, ein spezielles Babykopfkissen (Lochkissen) für die Lagerung im Schlaf zu verwenden. Diese Kopfkissen besitzen eine Kopfmulde die den Schädel des Babys, während des Schlafes in Rückenlage, stabilisiert. Ziel ist es, ein bereits abgeflachtes Hinterhaupt zu entlasten. In den ersten Lebenswochen kann neben einer klassischen Wechsellagerung mittels Handtuchrollen so ein Spezialkissen hilfreich sein.

3
Seitenlagerungsschiene

Um Kopfverformungen auch bei Babys im ersten Lebensjahr oder in ausgeprägterer Asymmetrie effektiv zu korrigieren, kann mittels einer Seitenlagerungsschiene die prominente Hinterhauptseite belastet und die abgeflachte Kopfseite konsequent entlastet werden. Der Säugling wird während des Schlafs in Seitenlage stabilisiert, wodurch auch das Drehen in die risikobehaftete Bauchlage verhindert wird.

(L'essentiel/fee)

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