Jameela Jamil

15. Mai 2019 15:48; Akt: 15.05.2019 16:03 Print

«Die Abtreibung war die beste Entscheidung»

Jameela Jamil verrät, dass sie einen Schwangerschaftsabbruch hatte. Und erklärt im Zuge der Abtreibungsdebatte im US-Bundesstaat Georgia, warum das «die beste Entscheidung» war.

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«Ich hatte eine Abtreibung, als ich jung war. Und es war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Für mich sowie für das Baby, das ich nicht wollte», verriet die englische Schauspielerin und Aktivistin Jameela Jamil (33) Anfang Woche auf Twitter. Emotional sowie auch finanziell sei sie damals noch nicht bereit für ein Kind gewesen.

Grund für dieses öffentliche Geständnis ihres Schwangerschaftsabbruchs ist die momentane politische Lage im US-Bundesstaat Georgia: Am Montag wurden dort Abtreibungen ab dem ersten hörbaren Herzschlag des Fötus verboten, was meistens ab der fünften Schwangerschaftswoche der Fall ist.

Somit kommt das neue Gesetz einem totalen Verbot für Abtreibungen gleich, da viele Frauen eine Schwangerschaft erst später bemerken.

Sie findet die sogenannte Heartbeat Bill «erschütternd»

Jamil zeigt sich als klare Gegnerin dieser neuen Bestimmungen: «Das Anti-Abtreibungs-Gesetz in Georgia ist erschütternd und unmenschlich. Es ist eine Missachtung unserer Rechte, Körper, mentalen Gesundheit und eine Bestrafung für Vergewaltigungsopfer.»

Sie habe aber auch andere Bedenken: «Mit diesem neuen Gesetz werden viel mehr Kinder in Pflegeheimen landen. Viele Leben werden dadurch ruiniert.» Sie habe große Ehrfurcht vor Leuten, die Pflegekinder bei sich aufnähmen, jedoch könne «es schwierig werden, solche Kinder gerecht unterzubringen, wenn plötzlich ein viel größerer Andrang für Pflegefamilien besteht».

«Benachteiligung von ärmeren Gesellschaftsschichten»

Auch stelle das Gesetz eine Benachteiligung deren dar, die unfähig seien, den Staat zu verlassen: «Frauen aus Randgruppen und aus armen Verhältnissen werden am meisten unter den neuen Vorschriften leiden.»

«Viele haben keine Möglichkeit, Georgia zugunsten einer legalen Abtreibung zu verlassen.» Die Wohlhabenden hätten somit – einmal mehr – viel mehr Freiheiten.

(L'essentiel/mim)

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