Disses, Blackface-Skandal und heimliches Kind

01. Juni 2018 17:17; Akt: 01.06.2018 17:22 Print

Drake ist der Verlierer der Woche

Seit sein Intimfeind Pusha T vergangenen Freitag ein neues Album releast hat, läuft es bei Drake etwas harzig. Hier ist das Protokoll einer Woche, nach der mehr als ein Feierabendbier nötig ist.

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Hip-Hop-Fans klatschen momentan in die Hände, denn so einen öffentlich ausgetragenen Hahnenkampf zwischen zwei so großen Namen erleben sie nicht alle Tage: Der Kanadier Drake (31) und der Amerikaner Pusha T (41) geben einander auf die Mütze und die Welt schnappt sich eine Tüte Popcorn und schaut zu.

Vor allem Drake musste diese Woche ordentlich Dreck fressen. Was genau passiert ist, liest du hier unten. Und wie sich dieser Mega-Beef über die Jahre zusammengebraut hat, siehst du oben in der Bildstrecke.

Freitag, 25. Mai: Pusha T bläst zum Angriff

Auf Pusha Ts neuem, von Kanye West produzierten Album «Daytona» (das mit dem kontroversen Whitney-Houston-Artwork) ist der Track «Infrared» zu hören. Darin vergleicht der US-Amerikaner den Aufstieg von Drake mit dem von Donald Trump und erwähnt Quentin Miller, den angeblichen Ghostwriter des Kanadiers.

«Infrared» von Pusha T. (Quelle: Youtube/RAPSTAR)

Samstag, 26. Mai: Drake schießt zurück

Keine 24 Stunden später holt Drake zum Gegenschlag aus. Seine neue Nummer «Duppy Freestyle» ist ein einziger Disstrack gegen Pusha – ungewöhnlich für den Kanadier, der sonst eher passiv und subtil stichelt.

«Duppy Freestyle» von Drake. (Youtube/OVO Sound)

Im Song kündigt er an, er werde Pusha und Kanye eine Rechnung schicken, und liefert auf Instagram den «Fotobeweis» dazu. Drake verlangt demnach scherzhaft 100.000 Dollar von den beiden Rappern, weil er sich auf den Beef eingelassen und Pusha damit bei der Album-Promo geholfen und dessen Karriere wiederbelebt habe.

You're welcome. ???? Ein Beitrag geteilt von champagnepapi (@champagnepapi) am Mai 25, 2018 um 6:08 PDT

Dienstag, 29. Mai: Pusha überschreitet die Grenze

Nun fährt Pusha die schweren und vor allem dreckigen Geschütze auf und disstrackt zurück mit «The Story of Adidon». Am meisten zu reden gibt dabei nicht der Song selbst, sondern das Artwork, das Drake mit einem Blackface zeigt.

«The Story of Adidon» von Pusha T. (Quelle: Youtube/WORLDSTARHIPHOP)

Sowohl Drake als auch der Fotograf des Bildes beteuern daraufhin öffentlich, dass das Foto 2007 im Rahmen eines Projekts entstanden ist, mit dem auf das Problem aufmerksam gemacht werden sollte, dass junge schwarze Schauspieler meist für stereotype Rollen gecastet werden. Bevor sie diesen Kontext präsentierten, ging aber bereits ein Aufschrei durch die Community.

Der nächste folgt sogleich: Pusha wärmt im Track die vor einem Jahr aufgekommene Geschichte auf, wonach Drake die ehemalige französische Pornodarstellerin Sophie Brussaux alias Rosee Divine geschwängert haben soll. Daraufhin klicken sich die Medien durch deren Insta-Profil und breiten ihre Schwangerschaft, die sie dort fleißig dokumentiert hat, öffentlich aus. Ihr Account ist mittlerweile auf privat gestellt.

Donnerstag, 31. Mai: Drake leckt seine Wunden

Das Thema Sophie Brussaux wird nun also, 13 Monate danach, nochmals in den Medien breitgetreten. Insider berichten, dass Drake ihr seit der Geburt des angeblich gemeinsamen Kindes Unterhalt zahlt – obwohl noch immer kein Vaterschaftstest gemacht worden sei.

Hier gibt es noch mehr zu Brussaux. (Quelle: Youtube/Empressive)

Und wie schon ihre amerikanische Kollegin Stormy Daniels nach der Trump-Affäre klettert nun auch Brussaux respektive ihr Erotik-Alias Rosee Divine die Pornhub-Charts hoch.

Derzeit ist Drake wohl mit dem Löschen seines in Flammen stehenden Privat- und Businesslebens beschäftigt und hatte noch keine Zeit, sich Gegenmaßnahmen zu überlegen. Aber das letzte Wort im Pusha-T-Beef ist wohl noch nicht gesprochen respektive das letzte kontroverse Bild gepostet.

(L'essentiel/shy)

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  • Lol am 02.06.2018 15:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fuck all yo Thug Life

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