Beauty-Youtuber

23. Oktober 2020 21:24; Akt: 23.10.2020 21:24 Print

Erneute Rassismus-​​Vorwürfe gegen Jeffree Star

Für eine Kampagne seiner eigenen Beauty-Marke hat Jeffree Star eine schwarze Frau in einer Mausefalle inszeniert. Fans sind davon alles andere als begeistert.

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Kaum ist die letzte Kontroverse halbwegs in Vergessenheit geraten, macht Jeffree Star wieder mit neuen Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam: Bereits mehrfach wurde dem Beauty-Youtuber und Unternehmer in den vergangenen Monaten Rassismus vorgeworfen, nun konfrontieren Fans und Follower den 34-Jährigen auf Social Media erneut mit Anschuldigungen.

Dies, nachdem Jeffree vergangene Woche ein neues Produkt seiner eigenen Beauty-Marke Jeffree Star Cosmetics vorstellte. Auf den Bildern der Kampagne für den «Velvet Trap»-Lippenstift ist unter anderem eine schwarze Frau zu sehen, die inmitten einer übergroßen Mausefalle platziert ist. Dieses Motiv, so argumentieren Kritiker, untermauere vergangene rassistische Aussagen Jeffrees.

«Mausefalle war kein Zufall»

«Es ist superkomisch, eine schwarze Frau in einer Falle für Nagetiere zu fotografieren», schreibt eine Userin auf Twitter. «Vor allem weil Jeffree in der Vergangenheit schwarze Frauen ‹Ratten› nannte.» Zahlreiche Nutzer weisen auf Social Media aktuell darauf hin, dass der kontroverse Youtuber 2017 einen Tweet absetzte, in dem er die schwarze Bloggerin Jackie Aina (33) als «Ratte» bezeichnete. «Ich habe diese irrelevante Ratte schon vor Monaten blockiert», steht im mittlerweile gelöschten Post, von dem Screenshots kursieren.

Die Youtuberin postete später ein Statement, in dem sie unter anderem schrieb: «Ich toleriere Jeffree Stars rassistisches Verhalten nicht. Und ich werde es nicht entschuldigen, dass er mit herablassenden Worten über mich spricht.»

Die «Velvet Trap»-Kampagne, so wird online spekuliert, könnte nun ein Gegenangriff Jeffrees sein. «Ihr habt tatsächlich geglaubt, Jeffree würde sich ändern. Ihr seid solche Clowns!», adressiert eine Userin die Fans von Jeffree. Und ein anderer Twitter-Nutzer schreibt: «Man hätte jegliche Art von Falle nehmen können, um das Motiv umzusetzen. Ich denke, dass die Mausefalle kein Zufall war.»

(L'essentiel/Angela Hess)