Das Sterben der Legenden

27. Dezember 2016 08:32; Akt: 27.12.2016 08:36 Print

Es war ein trauriges Jahr für die Pop-​​Welt

Bowie, Cohen, Prince und jetzt auch noch George Michael – das Jahr 2016 hat uns so manche Pop-Ikone gekostet. Der Anstieg lässt sich jedoch erklären.

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Es ist schon verrückt, wie viele Sänger dieses Jahr starben. Nun ist auch Wham!-Sänger George Michael am Weihnachtstag verstorben.

Diese Gedanken werden sich sicher viele Fans zuletzt gemacht haben. Und sie decken sich mit einem allgemeinen Verdacht, dass dieses Jahr besonders viele Popstars von uns gegangen sind – man denke an David Bowie, Phife Dawg oder Prince. Die BBC ist der Sache mit einer kleinen Untersuchung auf den Grund gegangen.

«Wir sollten uns daran gewöhnen»

Dazu zählte der britische Sender die Nachrufe zu Weltstars, die 2016 veröffentlicht wurden. Vor allem während der ersten Monate zeichnete sich ein markanter Anstieg der Todesfälle ab. Ab dem ersten Januar bis Ende März starben bereits fünf Mal so viele Stars wie etwa 2012.

Ab dem Sommer liegt die Zahl aber wieder etwa ähnlich hoch wie in den Vorjahren: «Der Anstieg hat sich also nicht über das gesamte Jahr gehalten», erklärt Nick Serpell, der für die BBC Nachrufe verfasst. 2016 sind also tatsächlich mehr Stars verstorben als in den Vorjahren – der Eindruck wird aber vor allem genährt von der Häufung während der ersten paar Monate.

«Wir sollten uns also an die Nachrufe gewöhnen»

Laut Serpell ist dies allerdings nicht besonders überraschend: «Seit den Sechzigerjahren – als das Fernsehen und die Popkultur florierten – ist nun ein halbes Jahrhundert vergangen. Damals ist die Anzahl der Prominenten rasant angestiegen.» Diese Generation von Popstars befindet sich nun im hohen Alter und stirbt langsam aus. «Wir sollten uns also an die Nachrufe gewöhnen», schreibt die BBC.

Nichtsdestotrotz ist die Analyse mit Vorsicht zu genießen: Die BBC bezog nämlich nur vorproduzierte Nachrufe mit in die Statistik ein. Außerdem betont der Sender selber, es werde längst nicht zu jedem wichtigen Todesfall ein Nachruf verfasst.

Außerdem lässt sich auch aus dieser Statistik etwas Positives lesen: Auch wenn George Michaels Tod mit 53 Jahren definitiv zu früh kam – besonders junge Stars, Stichwort Club 27, haben wir dieses Jahr keine verloren.

In der Bildstrecke sehen Sie, welche Größen der Popkultur in diesem Jahr verstorben sind.

(L'essentiel/nei)

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