«Widerlicher PR-Stunt»

10. November 2020 15:43; Akt: 10.11.2020 15:45 Print

Friedhofbesuch von Meghan und Harry stößt auf Kritik

Während die Royal-Familie in London gefallener Soldaten gedachte, inszenierten Prinz Harry und Herzogin Meghan ihren eigenen Remembrance Day in Los Angeles – inklusive Fotografen.

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Im Kalender der britischen Royals ist er einer der wichtigsten Termine im Jahr: der Remembrance Sunday im November zu Ehren gefallener Soldaten und Zivilisten. Diesmal war der Gedenktag gleich doppelt speziell. Wegen der Corona-Pandemie zeigten sich die Mitglieder der Königsfamilie zum ersten Mal seit Monaten wieder vereint in der Öffentlichkeit.

Nur einer fehlte: Prinz Harry (36), der seit dem Megxit mit seiner Familie in Kalifornien lebt. Aber auch wenn er und seine Frau Herzogin Meghan (39) inzwischen nicht mehr offiziell zu den hochrangigen Royal-Mitgliedern zählen, so wollten sie dennoch an der Tradition festhalten.

Kein Kranz für Prinz Harry

Laut Medienberichten sollen die Sussexes die in England lebenden Royal-Mitglieder gebeten haben, am Denkmal einen Kranz in ihrem Namen hinzulegen. Die Organisatoren des Events hätten gar schon einen zusätzlichen Kranz bereit gehabt. Allerdings hätten die Verantwortlichen am Ende entschieden, das abwesende Herzogenpaar nicht zu vertreten.

Das sei nicht die Entscheidung der Queen gewesen, will The Times wissen. Der Antrag sei abgelehnt worden, weil Harry «die Monarchie nicht mehr vertritt». Die Königin selbst habe von der Bitte ihres Enkels nichts gewusst.

Trotzdem soll der Entschluss Prinz Harry verletzt haben: «Harry versteht, dass er nicht mehr die gleich formale Rolle in der Familie hat wie früher», so ein Insider gegenüber People.com, «aber er war traurig und enttäuscht über die Entscheidung.»

Viel Kritik aus der Heimat

Vielleicht deshalb haben die Sussexes beschlossen, ihren ganz eigenen Gedenktag fernab von London abzuhalten: Am Sonntag (Ortszeit) besuchten Harry und Meghan in Los Angeles einen Friedhof und legten Blumen nieder. Mit dabei war auch ihr Fotograf des Vertrauens, der die Medien am Montag mit Bildmaterial versorgte.

Das fliegt dem Paar nun heftig um die Ohren: Piers Morgan (55), britischer Reporter und einer der schärfsten Kritiker von Harry und Meghan, verurteilte den Alleingang in einer Diskussionsrunde bei «Good Morning Britain» als «widerlichen PR-Stunt».

Auf Twitter legte Morgan nach: «Einfach unverschämt, den Remembrance-Sonntag als PR-Gelegenheit zu nutzen und zu versuchen, den echten Royals die Headlines in der Heimat zu stehlen.» Zahlreiche Twitter-Userinnen und -User unterstützen ihn: Die Sussexes hätten privat und still gedenken können, so der Tenor.

Noch größerer Shitstorm ohne Bilder?

Auch Royal-Journalist Richard Palmer findet: «Warum müssen sie einen PR-Fotografen engagieren und ihren ‹privaten› Erinnerungsakt veröffentlichen?»

Journalistin Dionne Grant gibt derweil zu bedenken, dass eine Aktion im Stillen wohl für noch mehr Aufregung gesorgt hätte: «Die Königsfamilie hat für Harry keinen Kranz niedergelegt. Er und Meghan legten einen in L.A. nieder. Wenn sie anlässlich des Gedenktages keine Bilder gepostet hätten, hätten die Medien daraus eine Geschichte gemacht.»

(L'essentiel/Katja Fischer)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jos am 10.11.2020 17:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wen interessiert das eigentlich alles?

  • kaa am 11.11.2020 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Emmerhin war den Harry Sussex e beléiwten Zaldot mat Afghanistan Erfahrung an séng Invictus Games eng super Sach.

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 11.11.2020 14:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Emmerhin war den Harry Sussex e beléiwten Zaldot mat Afghanistan Erfahrung an séng Invictus Games eng super Sach.

  • Jos am 10.11.2020 17:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wen interessiert das eigentlich alles?