Suizid in Los Angeles

20. Juli 2017 20:25; Akt: 21.07.2017 00:21 Print

Frontmann von «Linkin Park» stirbt mit 41 Jahren

Der Sänger Chester Bennington der US-Rockband Linkin Park ist tot. Dies bestätigt ein Gerichtsmediziner aus Los Angeles der Nachrichtenagentur «dpa».

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Chester Bennington, der Sänger der amerikanischen Rockband Linkin Park, ist tot. Wie ein Sprecher der Gerichtsmedizin in Los Angeles der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstag bestätigte, wurde Bennington tot in seinem Haus in Palos Verdes, nahe Los Angeles, gefunden.

Es handle sich möglicherweise um einen Suizid, sagte Sprecher Brian Elias. Der Vorfall werde aber noch untersucht. Linkin Park ist eine der erfolgreichsten Rock-Bands der Welt mit vielen Millionen verkauften Tonträgern und zahlreichen Auszeichnungen. Ein Anruf bei der Polizei aus dem Haus Benningtons in Palos Verdes Estates sei am Donnerstagmorgen eingegangen, hieß es. Fans reagierten im Netz mit Trauer und Fassungslosigkeit. Bennington war sechsfacher Vater und verheiratet.

Bennington hatte sich erst in jüngster Zeit zu schweren Drogen- und Alkoholproblemen in der Vergangenheit bekannt. Dem Musik-Newsportal Blabbermouth zufolge nahm er Crystal Meth, Crack, Acid, Marihuana und große Mengen an Alkohol. «Ich nahm so viel Acid dass ich erstaunt bin, überhaupt noch reden zu können», wird er zitiert. Erst als seine Bandkollegen ihn damit konfrontierten, habe er eingesehen, welches Ausmaß seine Suchtprobleme angenommen hätten.

Geburtstag von Chris Cornell

Chester Bennington hat sich am Geburtstag des unlängst verstorbenen Soundgarden-Sängers das Leben genommen. Am 18. Mai, dem Tag von Cornells Suizid, hatte Bennington seinem Musikerfreund einen offenen Brief geschrieben.

Chester Bennington und Chris Cornell waren befreundet. 2008 sangen sie gemeinsam eine Coverversion des Songs «Hunger Strike» von Temple of the Dog.

Bennington wurde am 20. März 1976 in Phoenix, Arizona, geboren. 1998 stieß er zur Band Linkin Park, die damals noch Xero hieß. Er gab daraufhin seinen Job als Kellner auf, um sich vollkommen auf die Musik konzentrieren zu können.

Kurz nach Benningtons Tod postete die Band das Video zum Song «Talking to myself» (Quelle: YouTube)

Linkin Park war einer der prominentesten Vertreter des so genannten Nu Metal - in dem Musikstil werden harte Elemente des Metal-Rock durch weiche Melodien ergänzt. Das im Jahr 2000 erschienene Debütalbum von Linkin Park, «Hybrid Theory», wurde über zehn Millionen Mal verkauft.

Kritik am neuen Album

Das neuste Album von Linkin Park «One More Light» erschien im Mai. Darauf schlug die Rock-Band sanftere Töne an als in früheren Jahren. Das brachte ihnen auch Kritik von Fans ein. Sein Ziel sei nie gewesen, möglichst viele Platten zu verkaufen oder Stadien zu füllen. «Unsere Absicht ist, Musik zu machen, die wir lieben», sagte Bennington im Mai im Interview der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Trotz der kritischen Stimmen stieg das Album in den USA gleich auf Platz 1 der Charts ein.

(Quelle: YouTube)

(L'essentiel)

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