Polizeibericht

25. Oktober 2021 07:47; Akt: 25.10.2021 07:50 Print

In Baldwins Filmwaffe steckte eine echte Patrone

Immer mehr Details zum tödlichen Schuss auf die Kamerafrau werden bekannt. Die Polizei hat nun zwei Untersuchungsberichte veröffentlicht.

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Drei Tage nach dem Tod von Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins durch eine versehentlich ausgelöste Requisitenwaffe an einem Western-Set in New Mexiko hat die Polizei Details aus zwei Untersuchungsberichten veröffentlicht. Demnach hatte ein Regieassistent Schauspieler Alec Baldwin bei der Übergabe der Pistole versichert, dass es sich um eine «kalte Waffe» ohne Munition handle. Der Assistent habe nicht gewusst, dass eine Patrone in der Waffe steckte, heißt es in dem Bericht weiter.

Der zweite Bericht zitiert Aussagen des bei dem Unfall ebenfalls verletzten Regisseurs Joel Souza. Dieser hatte bestätigt, dass am Donnerstagmorgen eine neue Kameracrew engagiert werden musste, weil ein davor eingesetztes Team die Produktion verlassen hatte. Die «Los Angeles Times» hatte am Freitag berichtet, dass sich Mitarbeiter am Set über mangelnde Sicherheitsvorkehrungen beschwert und aus Protest die Produktion verlassen haben sollen. Am Mittwoch will die Polizei bei einer Pressekonferenz über die Ermittlungen informieren, nannte aber noch keine Uhrzeit.

Kritik an Waffenmeisterin

Der Regieassistent, der Baldwin die Waffe gab, habe bereits bei einer früheren Produktion Sicherheitsstandards verletzt, hatte am Sonntag eine Technikerin für Spezialeffekte und Pyrotechnik dem Sender «NBC» gesagt. Sie hatte mit dem Assistenten demnach 2019 für die Reihe «Into the Dark» beim Streaminganbieter «Hulu» gearbeitet. Das Produktionsteam dort erklärte, dass keine Beschwerden damals vorgebracht worden seien.

US-Medien berichteten zudem über Kritik an der 24 Jahre alten Waffenmeisterin, die für die ordnungslaute Handhabung aller Waffen am Set zuständig war. «Rust» war erst der zweite Film, an dem sie in dieser Funktion beteiligt war.

Die Produktionsfirma Rust Movie Productions wies die Vorwürfe zurück. Es seien keine offiziellen Beschwerden über die Sicherheit von Waffen oder Requisiten am Set bekannt gewesen, zitierte die «New York Times» aus einer Mitteilung. Die Dreharbeiten zu dem Low-Budget-Western, bei dem Baldwin auch als Produzent mitwirkte, hatten Anfang Oktober auf der Bonanza Creek Ranch begonnen und sind nach dem Unfall unterbrochen worden.

(L'essentiel/DPA/chk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valchen am 25.10.2021 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eng “Authentésch” Waffe. En Colt Walker ca. 1860! Et sin méih Schützen mat Dem Revolver gestuerwen, wei hier Zieler. En Südstaaten Revolver, aus Material Knappheet, schlodderéch zesummen Gesaat. As och schonns vierkomm, Datt éng Kugel, dei Aaner 5 gezündt huet. Autsch! Dei hätten ALL längst missen angeschmolz sin! :—::

  • J²M³B⁸ am 26.10.2021 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was haben echte Patronen am Set verloren ? Werden die auch benutzt für andere Szenen ?

Die neusten Leser-Kommentare

  • J²M³B⁸ am 26.10.2021 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was haben echte Patronen am Set verloren ? Werden die auch benutzt für andere Szenen ?

  • Valchen am 25.10.2021 08:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eng “Authentésch” Waffe. En Colt Walker ca. 1860! Et sin méih Schützen mat Dem Revolver gestuerwen, wei hier Zieler. En Südstaaten Revolver, aus Material Knappheet, schlodderéch zesummen Gesaat. As och schonns vierkomm, Datt éng Kugel, dei Aaner 5 gezündt huet. Autsch! Dei hätten ALL längst missen angeschmolz sin! :—::