T-Shirt-Skandal

03. Juli 2017 07:35; Akt: 03.07.2017 07:36 Print

Kylie und Kendall trampeln auf Musik-​​Legenden herum

Haben die Jenner-Schwestern gar keinen Respekt? Sie ließen ihre Konterfeis auf diejenigen von bekannten Musik-Ikonen drucken – und werden nun dafür zerrissen.

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Notorious B.I.G. war schon eine Rap-Legende, da war Kendall Jenner noch in den Windeln – und Kylie noch nicht einmal auf der Welt. Das hält die beiden Reality-TV-Stars jedoch nicht davon ab, das Erbe des verstorbenen Musikers zu entweihen. Für eine neue Kollektion nahmen die Jenner-Schwestern berühmte Fan-Shirts und ließen diese wahlweise mit ihren eigenen Gesichtern, Insta-Posts oder Initialen überblenden. «Respektlos, ekelhaft und Ausbeutung im schlimmsten Sinne», empört sich Biggies Mutter Voletta Wallace.

Tupac Shakur, Metallica, Pink Floyd, Kiss oder Led Zeppelin – die Social-Media-Schwergewichte machen vor keiner Legende Halt. Auch Ozzy Osbourne gehört zu den geprellten Ikonen.

Die Retourkutsche aus dem Hause des Prince of Darkness folgt umgehend. «Girls, ihr habt nicht das Recht, eure Gesichter neben Kult-Musikern abzudrucken. Bleibt bei dem, was ihr kennt... Lipgloss», schreibt Ozzys Ehefrau Sharon auf Twitter. Osbourne-Tochter Kelly schlägt die TV-Schönheiten mit ihren eigenen Waffen und veröffentlicht eine Bildmontage, auf der sie die beiden Schwestern überdeckt – mit ausgestrecktem Zeigefinger.

#CurrentMood Ein Beitrag geteilt von Kelly Osbourne (@kellyosbourne) am 29. Jun 2017 um 14:10 Uhr

Der Nachlassverwalter der Sechzigerjahre-Rockband The Doors hat sogar rechtliche Konsequenzen angedroht. Denn Kylie und Kendall haben die Originale ohne vorherige Autorisierung benutzt. «Wir reden hier von Celebritys, die nur dafür berühmt sind, berühmt zu sein und nun versuchen von denjenigen zu profitieren, die tatsächlich Kunst erschaffen haben», sagt Bandmanager Jeff Jampol gegenüber dem Rolling Stone.

«Das pure Gegenteil der Künstler, auf denen sie herumtrampeln. Sie spucken auf deren Vermächtnis.» Die T-Shirts seien «bestenfalls ironisch, schlimmstenfalls kriminell. Und zwar sowohl moralisch wie künstlerisch.»

«Es tut uns sehr leid»

War es reine Unwissenheit, dreiste Effekthascherei oder fatale Selbstüberschätzung? Auf jeden Fall wurde die Kollektion für die Jenners zum Eigentor. Auf Twitter geben sich die beiden dementsprechend kleinlaut. «Die Designs waren nicht durchdacht und wir entschuldigen uns bei allen, die wir damit beleidigt oder verärgert haben, besonders bei den Familien der Künstler.» Sie seien große Musik-Fans und hätten sich gegenüber ihren Idolen nicht respektlos verhalten wollen.

Die Kollektion wurde inzwischen zurückgezogen. Zudem geloben dir beiden Besserung: «Wir werden diese Gelegenheit nutzen, um aus unseren Fehlern zu lernen. Es tut uns sehr leid.»

(L'essentiel/sei)

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