Klimaaktivistin

25. Februar 2020 14:56; Akt: 25.02.2020 15:06 Print

Mama spricht offen über Gretas Depressionen

Im Alter von elf Jahren soll Greta Thunberg in schwere Depressionen verfallen sein. «Sie verschwand in eine Art Dunkelheit», so ihre Mutter Malena Ernman.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Sie hat die ganze Nacht geweint, anstatt zu schlafen. Sie hat auf dem Weg zur und in der Schule geweint. Jeden Tag riefen uns die Lehrer an, dass wir sie abholen kommen. Mein Mann hat sie heim zu Moses, unserem Golden Retriever, gebracht. Sie saß stundenlang neben ihm und hat ihn gestreichelt», schildert Malena Ernman den Beginn einer schwierigen Zeit für ihre Familie. Ihre Tochter, die heute weltbekannte Klima-Aktivistin Greta Thunberg, war mit elf Jahren in schwere Depressionen verfallen.

«Sie verschwand langsam in einer Art Dunkelheit. Stück für Stück schien sie aufzuhören zu funktionieren», erinnert sich die schwedische Opernsängerin in einem neuen Buch an die damalige Situation. Ein Exzerpt davon wurde im britischen Guardian veröffentlicht.

Nur knapp dem Krankenhaus entgangen

Greta spielte demnach nicht mehr Piano, lachte nicht mehr und hörte auch auf, zu essen. Nur Reis, Avocados und Gnocchi würgte sie mehr schlecht als recht noch hinunter. In nur zwei Monaten verlor das schmächtige Mädchen rund zehn Kilo ihres Körpergewichts. «Sie hatte nicht mehr die Energie, die Treppen hinaufzugehen», so die zweifache Mutter weiter. Nur knapp sei Greta einer Einweisung in ein Krankenhaus entgangen.

Im Herbst 2014 wurde für die Familie, die wegen Ernmans Engagements alle zwei Monate in eine neue Opernstadt ziehen musste, alles zuviel. «Wir sagen alle Auftritte ab, kündigen jeden einzelnen Vertrag: Madrid, Zürich, Wien, Brüssel, einfach alle», erinnert sich die Künstlerin an die Worte ihres Mannes Svante. Gemeinsam wollten sie es schaffen, ihre Tochter wieder aufzubauen.

Frisches Brötchen löste Panikattacke aus

An einem Wochenende wollten sie gemeinsam mit ihren beiden Töchter, Gretas Schwester Beata ist drei Jahre jünger, Brötchen backen. Eigentlich ein Hobby, das die gesamte Familie liebte. Anfänglich bittend, später energisch hätten sie ihre Tochter animieren wollen, zu essen. Doch als Greta das frische Gebäck zum Mund führte, eskalierte alles. Die Elfjährige erlebte eine Panikattacke.

«Sie hat einen Ton ausgestoßen, den wir noch nie gehört haben. Der entsetzliche Heuler dauerte länger als 40 Minuten», so die Schwedin weiter. Gemeinsam mit ihrer Mama und Moses auf den Boden gekuschelt, habe Greta dann gefragt: «Wird es mir irgendwann wieder besser gehen?»

Greta blüht wieder auf

Ein Doku-Film über Plastikmüll im Meer, den Great Pacific Garbage Patch, brachte die Wende. Während die anderen Kinder in der Klassen danach sich nur noch für den Wochenendtrip ihrer Lehrerin in die USA interessierten, konnte Greta mit dem Gesehenen nicht so einfach abschließen.

«Sie sah, was der Rest von uns nicht sehen wollte. Es war, als könnte sie CO2-Emissionen mit bloßem Auge erkennen – den unsichtbaren, geruchlosen und geräuschlosen Abgrund, den unsere Generation zu ignorieren beschlossen hatte.»

Das Thema ließ Greta keine Ruhe, machte sie wütend. Gleichzeitig blühte sie wieder auf, nachdem sie zu demonstrieren begonnen hatte. Papa Svante Thunberg half schließlich dabei, ein Protestschild zu basteln. Plötzlich begann die junge Aktivistin auch wieder zu essen: vegane Thai-Nudeln, die ihr ein anderer Demonstrant angeboten hatte.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sputnik am 25.02.2020 17:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann hört der gretascheiss endlich auf???????

  • CeHaEnPe am 25.02.2020 15:36 Report Diesen Beitrag melden

    Und deshalb soll der Rest der Welt auf alles mögliche verzichten und nur diesem kranken Mädchen huldigen ? Ich kriege Depressionen wenn ich solch einen Stuss lese !

  • Léon am 25.02.2020 16:33 Report Diesen Beitrag melden

    Il y’a peut-être autre chose dans la vie que Greta parler plutôt des malheureux qui traine dans les rues.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jchmk am 13.03.2020 13:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hör auf mit dem Scheiss

  • Léonie am 26.02.2020 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Diese ganze Geschichte konnten wir doch schon seit Beginn der Autritte von Greta, in der Presse lesen. Wieso alles ernaut aufwärmen?

  • Jchmk am 26.02.2020 01:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Media ist schuld daran

  • Superjemp am 25.02.2020 21:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wusste ich gleich, dass bei der einige Zahnräder nicht mehr richtig ineinander greifen !

  • kaa am 25.02.2020 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arme Maus.