Unter einer Bedingung

02. November 2021 12:06; Akt: 02.11.2021 12:06 Print

Musk stellt 6-​​Milliarden-​​Spende in Aussicht

Tesla-Chef Elon Musk hat im Kampf gegen den Hunger eine Großspende in Aussicht gestellt. Einfach so soll das Geld aber nicht fließen, wie der Multimilliardär auf Twitter schreibt.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Elon Musk hat für den Kampf gegen den Hunger in der Welt Ausgaben in Höhe von sechs Milliarden Dollar in Aussicht gestellt – unter einer Bedingung. Er werde Tesla-Aktien in diesem Wert verkaufen und den Erlös dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen spenden, wenn dieses zeige, wie mit dem Geld das Hungerproblem in der Welt gelöst werden könne, teilte der nach «Forbes»-Ranking reichste Mensch der Welt mit.

Vorangegangen war ein Interview des Nachrichtensenders CNN mit dem Exekutivdirektor des Welternährungsprogramms, David Beasley, in dem dieser Milliardäre wie Musk und den Amazon-Gründer Jeff Bezos in der vergangenen Woche aufgefordert hatte, mit einer einmaligen Spende das Hungern in der Welt beenden zu helfen. In dem Interview hatte Beasley erklärt, Milliardäre könnten «sechs Milliarden Dollar» spenden, «um 42 Millionen Menschen zu helfen, die buchstäblich sterben werden, wenn wir sie nicht erreichen». Er sagte: «Es ist nicht kompliziert.»

Von Corona profitiert

Die Summe entspräche etwa zwei Prozent des Vermögens von Musk, der es laut «Forbes» auf etwa 300 Milliarden US-Dollar bringt. Das Vermögen Musks und von vielen weiteren Multi-Milliardären ist während der Corona-Pandemie unter anderem wegen Gewinnen am Aktienmarkt stark gestiegen.

Musk, der Gründer des Raumfahrtunternehmens SpaceX, schrieb am Sonntag bei Twitter, wenn das Welternährungsprogramm «in diesem Twitter-Thread» genau beschreiben könne, wie sechs Milliarden Dollar das Problem des Hungers in der Welt lösen könnten, «werde ich jetzt Tesla-Aktien verkaufen und es tun». Dies müsse aber öffentlich geschehen, damit die Öffentlichkeit genau sehen könne, wie das Geld ausgegeben werde.

Im Jahr 2020 hatte das Welternährungsprogramm 8,4 Milliarden Dollar an Spenden eingenommen – den Angaben nach 5,3 Milliarden weniger als benötigt. Zu den Hauptspendern gehören die USA, Deutschland und Großbritannien.

Beasley antwortete Musk bei Twitter und erklärte, sechs Milliarden Dollar würden das Hungerproblem nicht lösen, aber geopolitische Instabilität und Maßenmigration verhindern und 42 Millionen Menschen an der Grenze zum Verhungern retten. Er bot an, sich mit Musk zu treffen, um das Thema zu besprechen. Musk antwortete: «Bitte veröffentlichen Sie Ihre aktuellen und geplanten Ausgaben im Detail, damit die Leute genau sehen können, wohin das Geld fließt.» Ob ein Treffen stattfinden sollte, war am Montag zunächst unklar.

(L'essentiel/dpa/bho)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • kaa am 02.11.2021 12:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo! Awer gutt oppassen datt d‘Geld gezielt bestemmten Projets zoufléisst an nett an d’Hänn vun zB afrikaneschen korrupten Politiker, oder despoteschen asiateschten Diktatoren (zB Philippinen etc) geréit… Mee denken datt den Elon wees wéi ett geet.

  • JP am 02.11.2021 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    US-Miltärbudget fir dest Joer: iwwer 700 Milliarden, fir en vergleichswäert ze hun. ausserdem wären et manner wei 10 Dollar pro hongernden Mensch fir deen dauerhaft saat ze kreien... Entweder et ass mei schwiereg, oder wierklesch net gewollt.

    einklappen einklappen
  • Werbung am 02.11.2021 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    in eigener Person von Mittel zum Zweck

Die neusten Leser-Kommentare

  • JOHNNY am 02.11.2021 18:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An der Kierch ass bestemmt och e bessen eppes ze fannen… Kukt mol am Vatikan wat do Gold ronderemlait, awer dann dichteg bei engem Begriefniss de Klingelbeutel ronderemreechen.

  • Werbung am 02.11.2021 16:07 Report Diesen Beitrag melden

    in eigener Person von Mittel zum Zweck

  • JP am 02.11.2021 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    US-Miltärbudget fir dest Joer: iwwer 700 Milliarden, fir en vergleichswäert ze hun. ausserdem wären et manner wei 10 Dollar pro hongernden Mensch fir deen dauerhaft saat ze kreien... Entweder et ass mei schwiereg, oder wierklesch net gewollt.

    • bobe am 03.11.2021 10:52 Report Diesen Beitrag melden

      Wievill CO2 kéint domadden agespuert ginn?Idem mamm reduzéieren vun Containerscheffer,Beschbränn,Vulkaanausbrech,an vill aaner Dommheeten wéi z.b. Weltraumforschung,autorennen a.s.w. ?

    einklappen einklappen
  • kaa am 02.11.2021 12:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo! Awer gutt oppassen datt d‘Geld gezielt bestemmten Projets zoufléisst an nett an d’Hänn vun zB afrikaneschen korrupten Politiker, oder despoteschen asiateschten Diktatoren (zB Philippinen etc) geréit… Mee denken datt den Elon wees wéi ett geet.