Wegen Corona-Impfung

16. September 2021 14:42; Akt: 16.09.2021 14:43 Print

Nicki Minaj twittert über geschwollene Hoden

Ein Impf-Tweet von Nicki Minaj löst großen Trubel aus – unter anderem mit Boris Johnson und dem Gesundheitsminister von Trinidad und Tobago.

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Der Gesundheitsminister von Trinidad und Tobago hat einem viel diskutierten Tweet der US-Rapperin Nicki Minaj über angebliche Nebenwirkungen einer Corona-Impfung widersprochen. Die 38-Jährige hatte am Montag geschrieben, einem Freund ihres Cousins auf Trinidad sei nach der Impfung gegen das Coronavirus der Hoden angeschwollen und er sei impotent geworden. Der Minister des Karibikstaates, Terrence Deyalsingh, sagte am Mittwoch, es gebe keine Berichte über einen solchen Fall. «Leider haben wir gestern so viel Zeit damit verschwendet, dieser falschen Behauptung nachzugehen», sagte er.

Minaj, die auf Trinidad geboren wurde und in New York aufwuchs, hatte zunächst am Montag auf Twitter erklärt, sie werde sich nicht für die Met Gala impfen lassen. Der Modeausstellung in New York am Montag, bei der ein Impfzwang galt, blieb sie fern. Kurz nach diesem Tweet folgte die Anekdote über ihren Cousin. Minaj riet dabei auch ihren mehr als 22 Millionen Followerinnen und Followern, sich die Entscheidung zur Impfung gut zu überlegen und sich nicht einschüchtern zu lassen.

Minaj sollte sich schämen

Für diesen Tweet erntete der Popstar viel Spott und Kritik – auch offline und weg von Trinidad oder den USA. Großbritanniens oberster medizinischer Regierungsberater, Chris Whitty, sagte am Dienstag, Minaj solle sich schämen. Es gebe Menschen, die Unwahrheiten über die Impfung verbreiteten, obwohl sie es besser wüssten. «Es gibt eine Reihe von Mythen, die herumfliegen, von denen einige einfach nur lächerlich sind und von denen andere eindeutig nur zum Erschrecken gedacht sind. Dies ist eine davon», sagte der Mediziner am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Nicht so vertraut mit Arbeit von Minaj

Mit dabei war auch Großbritanniens Premierminister Boris Johnson. Der Premier selber witzelte über die Musikerin: «Ich bin nicht so vertraut mit der Arbeit von Nicki Minaj. Ich kenne Nikki Kanani, die Super-Ärztin aus Bexley (Stadtteil in London), die Ihnen sagen wird, dass Impfungen wundervoll sind und jeder welche bekommen sollte. Ich höre lieber auf Nikki Kanani», schreibt «Bild».

«I’m a big, big star in the United States»

Dass sie dem britischen Premierminister nicht so bekannt ist, wie sie vielleicht dachte, stieß der Sängerin sauer auf. Sie sendete ihm via Twitter eine sarkastische Sprachnachricht. In falschem britischen Akzent sprach sie davon, Britin zu sein und mit Margaret Thatcher – der verstorbenen Premierministerin Großbritanniens – zur Schule gegangen zu sein und in Oxford studiert zu haben. Sie fügte dann auch noch an, dass sie ein großer, großer Star in den USA sei.

Minaj hatte zuletzt auch getwittert, sie werde sich wahrscheinlich irgendwann impfen lassen. Wie mehrere US-Medien am Mittwoch berichten wurde Minaj vom weißen Haus ein Telefongespräch mit einem Experten zur Aufklärung über die Sicherheit und Wirksamkeit der Vakzine angeboten. Minaj teilte am Mittwoch mit, sie sei aufgrund des Tweets ins Weiße Haus eingeladen worden und habe diese Einladung auch angenommen. Der US-Beamte widersprach dieser Darstellung jedoch laut Medienberichten und erklärte, es handele sich lediglich um ein Telefongespräch mit einem Arzt.

(L'essentiel/dpa/roa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alain am 16.09.2021 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicki Ween?!

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  • Alain am 16.09.2021 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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