Vater von Halyina Hutchins (42)

24. Oktober 2021 12:07; Akt: 24.10.2021 12:07 Print

«Ohne seine Mutter ist der Kleine verloren»

Die Familie der verstorbenen Kamerafrau trauert um die Mutter eines neunjährigen Sohnes. Alec Baldwin sei jedoch nicht für ihren Tod verantwortlich.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Neue Details zeigen wie chaotisch die Zustände am Set von «Rust» waren. Derweil trauert ihre Familie um die verstorbene Halyna Hutchinson (42). Der Vater der Kamerafrau hat angekündigt, aus der Ukraine in die USA reisen zu wollen. Anatoly Androsovych erklärt gegenüber der britischen Boulevardzeitung «The Sun», dass Schauspieler Alec Baldwin, der die tödlichen Schüsse abfeuerte, keine Schuld trifft. «Es ist die Schuld des Requisiten-Personal, das ihm den Revolver ausgehändigt hat.»

Vater der Verstorbenen reist in die USA

Die 42-jährige Kamerafrau Halyina Hutchins war vor zwei Tagen gestorben, nachdem sie am Set des Western-Films «Rust» eine Kugel tödlich getroffen hatte. Abgefeuert hatte diese Hollywood-Star Alec Baldwin (63). Am Set herrschten laut Insidern chaotische Zustände, nachdem die tödlichen Schüsse abgefeuert worden waren. «Überall war Blut. Alle waren im kompletten Panik-Modus», sagt eine beteiligte Person gegenüber der «Sun». Bereits bekannt geworden war, dass in den Tagen zuvor mehrere Angestellte das Set aus Protest gegen die laschen Sicherheitsvorkehrungen verlassen hatten.

Anatoly Androsovych hat angekündigt, zusammen mit seiner Ehefrau in die USA reisen zu wollen. Dort befinden sich der Ehemann der Verstorbenen, mit dem sie 16 Jahre verheiratet war, und der gemeinsame neunjährige Sohn. Über seinen Enkel sagt der Großvater: «Der Kleine wurde arg mitgenommen von den Ereignissen. Ohne seine Mutter ist er verloren.» Die Schwester der Verstorbenen, die in Indonesien lebt, hegt gar Zweifel daran, dass es sich um einen Unfall gehandelt hat: «Es gibt so viel Ungewissheiten…. Könnte alles inszeniert gewesen sein?» Hutchins Ehemann, Matt, hatte sich am Samstag mit einem emotionalen Post auf Twitter gemeldet.

Waffenmeisterin soll 11-Jähriger ungesicherte Waffe gegeben haben

Weiterhin ist unbekannt, welche Patrone im Lauf war und wie diese dorthin gelangen konnte. Insider erklären aber, dass es insgesamt zu ungewollten Schussabgaben am Set gekommen ist. Vor Baldwins tödlichem Schuss, hatte dessen Stunt-Double bereits mit Waffen geschossen, die als «kalt» deklariert waren. Auch beim tödlichen Schuss auf Hutchinson soll der Regie-Assistent die Anweisungen gegeben haben, dass die Waffe sicher sei.

Insgesamt zeichnet sich immer stärker ein Bild, wonach das Personal sich gegenseitig nicht vollständig vertraute. «The Sun» hat den Wortlaut des Notrufs an die Polizei vorliegen, nachdem es zu den tödlichen Schüssen gekommen war. Darin flucht eine Person über einen beteiligten Waffenexperten, nachdem ihn die Polizisten gefragt hatten, ob es sich um scharfe Munition gehandelt hatte: «Das kann ich Ihnen nicht sagen. Dieses Arschloch, das mich über Mittag angeschrien und nach Änderungen verlangt hatte. Er ist eigentlich damit beauftragt, die Waffen zu prüfen!»

Bereits bekannt war, dass mehrere beteiligte Personen das Set aus Protest verlassen hatten. Ersetzt wurden sie offenbar von Personen, die nicht Mitglieder in einer Gewerkschaft waren. Die 24-jährige Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed war laut «Daily Mail» bereits vor dem Unfall mehreren Personen negativ aufgefallen. So soll sie nach Informationen der Zeitung während eines anderen Filmdrehs bereits einer elfjährigen Darstellerin eine Waffe gegeben haben, ohne diese zuvor überprüft zu haben.

(L'essentiel/Patrick McEvily)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.