Tödlicher Unfall

26. Oktober 2021 14:04; Akt: 26.10.2021 15:14 Print

Polizeibericht enthüllt Hutchins letzte Worte

Die Kamerafrau verstarb, nachdem Alec Baldwin sie versehentlich erschossen hatte. Nun hat die Polizei detaillierte Berichte veröffentlicht, die Hutchins letzte Momente aufzeigen.

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Zwei detaillierte Polizeiberichte bringen Licht in die Dunkelheit rund um die Tragödie am «Rust»-Filmset. Vor wenigen Tagen wurde die Kamerafrau Halyna Hutchins durch einen Schuss aus einer Requisitenwaffe getötet – versehentlich abgefeuert von Schauspieler Alec Baldwin (63). Der genaue Hergang des Unfalls war bisher nicht bekannt, die Polizeiberichte schaffen nun etwas Klarheit.

So wird darin der beim Vorfall verletzte Regisseur Joel Souza (48) zitiert. «Der Tag startete schon verspätet, weil eine Kamera-Crew gekündigt hatte und ein anderes Team gefunden werden musste», heißt es. Sechs Mitarbeitende hatten am Set hingeschmissen, weswegen dem Team zum Zeitpunkt des Unfalls nur noch eine Kamera zur Verfügung stand.

«Wie eine Peitsche und dann wie ein lauter Knall»

Kurz vor dem geplanten Dreh habe Schauspieler Alec Baldwin (63) nochmals eine Schuss-Szene geprobt. Der Film-Star glaubte, dass die Requisitenwaffe nicht geladen sei. Laut Polizei gab Regisseur Souza an, dass er «nicht sicher» sei, ob die Schusswaffe «noch einmal überprüft wurde».

Baldwin habe ihm gezeigt, wie er in der kommenden Szene seine Waffe ziehen wolle. Dann habe Souza plötzlich etwas gehört, das «wie eine Peitsche und dann wie ein lauter Knall» klang – und sah, wie sich Hutchins an die Hüfte fasste. Sie habe über Schmerzen im Bauch geklagt, sei dann rückwärts getaumelt und schließlich zu Boden gefallen.

Hutchins letzte Worte

Kameramann Reid Russell stand direkt neben Hutchins, als der Schuss fiel. Der Polizeibericht fasst seine Aussagen so zusammen: «Reid erinnert sich, dass Regisseur Souza Blut an seinem Körper hatte. Halyna ihrerseits sagte noch, sie könnte ihre Beine nicht spüren.»

Obwohl die 42-Jährige daraufhin sofort von einem Medizin-Team vor Ort behandelt wurde, kam für sie jede Hilfe zu spät. Nach der Einlieferung ins Krankenhaus konnten die Ärzte nur noch den Tod Hutchins feststellen.

Baldwin ging «vorsichtig» mit Waffe um

Weiter beschreibt Russel, dass Baldwin «sehr vorsichtig» mit der Requisitenwaffe umgegangen sei. So habe er sich etwa bei einer vorherigen Schuss-Szene versichert, dass keine Kinder in der Nähe sind, bevor er den Abzug betätigte. Sein Regieassistent hingegen soll schon bei früheren Produktionen Sicherheitsstandards verletzt haben. So wurde er im Jahr 2019 bei einem Job entlassen, weil es zu einem Zwischenfall mit einer Waffe gekommen war.

Die genauen Untersuchungen der Polizei über den Vorfall laufen derzeit noch. Bisher wurde auch noch keine Anklage gegen Mitarbeitende der Produktion erhoben.

(L'essentiel/Lara Hofer)

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