München

12. Januar 2022 08:06; Akt: 12.01.2022 08:12 Print

Schöpfer der Wimmelbücher Ali Mitgutsch ist tot

Jedes Kind und wohl die meisten Erwachsenen im deutschsprachigen Raum dürften seine Wimmelbücher kennen: Ali Mitgutsch hat mit seinen Werken ein eigenes Genre erschaffen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Illustrator und Künstler Ali Mitgutsch ist tot. Der Wimmelbuch-Schöpfer sei am Montagabend im Alter von 86 Jahren in München gestorben, teilte sein Freund und Biograf Ingmar Gregorzewski am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur unter Berufung auf die Familie des Verstorbenen mit.

Zuvor hatte auch der Ravensburger-Verlag unter Berufung auf Gregorzewski und Literaturagent Oliver Brauer vom Tod Mitgutschs berichtet. «Frech, witzig, liebevoll – Ali Mitgutschs Sicht auf die Welt, auf den Zauber des Alltäglichen, war einzigartig, hat Generationen von Kindern und Erwachsenen begeistert und ihn zum «Vater der Wimmelbücher» gemacht», teilte Ravensburger in einer Würdigung mit. Der Verlag verneige sich «vor seinem Freund und langjährigem Autor».

Mitgutschs Wimmelbücher erzählen ohne Worte und farbenfroh seit Jahrzehnten wunderbare Alltags-Geschichten – aus dem Schwimmbad, vom Bauernhof, aus den Bergen oder aus der Stadt. «Er war Schwabinger durch und durch, schaute neugierig und mit einem scharfen Auge für Details und Kuriositäten auf die Welt um ihn herum», teilte Ravensburger mit.

1968 erschien sein erstes Wimmelbuch

«Der humorvolle und oft entlarvende Blick auf Missgeschicke, Absurditäten und das Komische in Alltag und Beziehungen floss in seine ‹sich selbst erzählenden Geschichtenbücher› ein, wie er seine Wimmelwelten bezeichnete.»

Ali Mitgutsch wurde am 21. August 1935 in München geboren. Seine Karriere begann er als Grafiker, wie Ravensburger mitteilte. 1968 erschien sein erstes Wimmelbuch «Rundherum in meiner Stadt» in dem Verlag. Mehr als 70 Bücher, Poster und Puzzles seien mit seinen Figuren und Zeichnungen erschienen.

Futter für seine Bilder bekam Mitgutsch auf Streifzügen durch die Stadt. «Dazu habe ich stets einen kleinen Block und einen Stift dabei und zeichne flink Skizzen, mit denen ich dann später arbeite», sagte er einmal im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

(L'essentiel/dpa/fos)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.