Kim Kardashians Insta-Fotograf

23. Juli 2019 13:04; Akt: 23.07.2019 13:13 Print

Star-​​Fotograf erpresste Models für Nacktfotos

Marcus Hyde wird mit Vorwürfen sexueller Belästigung konfrontiert: Er habe mehr Geld verlangt, wenn sich Models nicht ausziehen wollten. Auch Ariana Grande nimmt Stellung.

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Der Fotograf

Marcus Hyde (32) ist ein Promi-Fotograf, der in Los Angeles lebt. Er hatte bereits zahlreiche Stars vor der Linse, wie US-Sängerin Ariana Grande (26), Musiker und Schauspieler Donald Glover (35) aka Childish Gambino oder Chance the Rapper (26).

Vergangenes Jahr war er außerdem für einige Monate Kim Kardashians (38) persönlicher Fotograf und begleitete ihre Familie bei Reisen um die ganze Welt. Nach einem schweren Autounfall im Oktober 2018 musste er jedoch für einige Monate aussetzen.

Neben den Weltstars shootete Hyde aber auch normale Models und Newcomer. Viele von Hydes Bildern zeigen leicht bekleidete oder nackte Frauen.

Der Vorfall

«Möchte jemand shooten?», fragte Hyde am Sonntag in einer Insta-Story seine eine Million Follower. Sunnaya Nash, eine in Los Angeles lebende Studentin, die auch als Model arbeitet, antwortete darauf interessiert via DM auf den Aufruf. Wenig später wurde sie aber mit einem sexistischen Angebot konfrontiert, wie Screenshots vom Chat zwischen ihr und Hyde zu entnehmen sind. Sie teilte die Konversation auf ihren Social-Profilen.

Hyde erklärt darin, dass er nur Nackt-Shootings kostenlos anbietet, für «leicht bekleidete» Shootings aber 2000 Dollar verlangt. «Ich kann mich auch nackt fotografieren lassen, aber ich schicke dir keine Nacktfotos», teilte Nash dem Fotografen darauf mit. Hyde antwortete: «Okay, aber wenn du keine Bilder schickst, kostet es halt 2000 Dollar.»

«Du verlangst also Geld, weil ich dir vor dem Shooting keine Nacktfotos von mir schicke?», hakte Nash daraufhin laut Chat-Verlauf nach. «Ja, denn nur so sehe ich, ob du ein Shooting überhaupt wert bist», antwortete Hyde.

Nash lehnte das Angebot ab, worauf ihr der Fotograf antwortete: «Dann such dir halt jemand anderen.»

Die Veröffentlichung

Sunnaya erhielt fürs Teilen der Story von ihren Followern großen Zuspruch. Die Storys wurden weiter geshart, bis schließlich auch Insta-Profile mit großer Reichweite die Bilder reposteten – wie zum Beispiel der Fashion-Account @diet_prada, der 1,4 Millionen Abonnenten hat. Marcus Hyde schrieb darauf der Studentin, dass sie einen «fetten Schw*** lutschen» sollte.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Groß @marcushyde . @kimkardashian @arianagrande , come get your boy and teach him some decency. Last night, Los Angeles model and interior design student @sunnnaya replied to the celebrity photographer's Instagram story seeking models for a shoot. What transpired in their DM was nothing short of the typical predatory douchebaggery you'd expect via shady Instagram "castings" by slimy dudes. With her followers backing her up and sharing her post, Hyde had a simple reply: "suck a fat big dick". That's sure to get you points with the ladies, Marcus. • #marcushyde #kimkardashian #kendalljenner #khloekardashian #arianagrande #photographer #celebrity #casting #model #shady #groß #kuwtk #wiwt #ootd #film #digital #camera #celeb #behindthescenes #dietprada Ein Beitrag geteilt von Diet Prada ™ (@diet_prada) am Jul 22, 2019 um 8:25 PDT

Gestern Abend teilte das Model auf Instagram mit, dass die Screenshots vom Chat zwischen ihr und dem Fotografen von Instagram entfernt wurde. Weil die Inhalte «beleidigend sind und gegen die Richtlinien verstoßen» würden. «Instagram, willst du mich verarschen?», schrieb Nash dazu. Ihre Updates gibt sie jetzt auf Twitter.

Ariana Grandes Statement

Pop-Star Ariana Grande, die sich in der Vergangenheit schon mehrere Male von Marcus ablichten ließ, bekam ebenfalls von dem Vorfall mit. Am Montagabend äußerte sie in einer Instagram-Story dazu: «Liebe Models und Künstler. Ich habe gerade von einer schockierenden Geschichte erfahren. Ich hasse es, dass das überhaupt diskutiert werden muss», begann sie das Statement.

«Bitte lasst euch nicht von Fotografen ablichten, bei denen euch nicht wohl ist und die euch dazu nötigen wollen, mehr Kleidung auszuziehen, als ihr wollt», so die 26-Jährige. Es sei «abartig», dass gewisse Fotografen mehr Geld verlangen, «wenn man angezogen bleiben möchte». Es tue ihr leid für jede und jedem, dem dies passiert ist.

Sie zieht in dem Text aber auch klare Grenzen: «Ich verspreche euch, es gibt auch viele respektvolle, nette und talentierte Fotografen da draußen.» Man soll gegenseitig auf sich aufpassen und nur mit Künstlern arbeiten, mit denen man selber und andere positive Erfahrungen machte.

Der aktuelle Stand

Am Dienstagmorgen teilte Nash mit, dass Instagram ihr nun auch droht, ihr ganzes Profil zu löschen: «Das ist absolut ungerechtfertigt. Ich werde versuchen, meine Posts über Marcus Hyde wieder auf meinem Account zu veröffentlichen.»

Seit heute Morgen teilt sie auf Twitter auch Screenshots von Nachrichten, die ihr verschiedene Frauen in den vergangenen Tagen geschrieben haben – sie behaupten alle, mit Hyde ähnliche Erfahrungen gemacht zu haben.

«Per Zufall habe ich deinen Post gesehen – danke, dass du das öffentlich machst. Ich hatte auch einmal ein Shooting mit ihm und er hat mich ungefragt und aus dem nichts an meinem Intimbereich berührt. Ich bin ausgerastet und habe ihm gesagt, dass ich gehe. Ich habe mein Geld nie erhalten, weil ich nicht mit ihm schlafen wollte», schrieb eine Userin der Studentin.

Eine andere teilte ebenfalls ihre Erfahrung: «Marcus fragte mich, ob wir zusammen shooten wollen. Er wollte jedoch zuerst auch Nacktfotos von mir sehen. Ich habe ihm welche geschickt, danach hat er davon einen Screenshot gemacht und sich nie wieder gemeldet.» Neun solcher Nachrichten hat Nash bis anhin geteilt.

Hydes Insta-Profil wurde heute Nacht entfernt – oder er hat es selber gelöscht. Am Montagabend war sein Account noch aktiv, jedoch war er auf privat gestellt. Ein Statement von seiner Seite steht noch aus.

(L'essentiel/mim)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Monique am 24.07.2019 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wetten, datt et elo geschwënn heescht "oooh, mäin Account war gehackt ginn, dat war ech net"...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Monique am 24.07.2019 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wetten, datt et elo geschwënn heescht "oooh, mäin Account war gehackt ginn, dat war ech net"...