Wrestler vs. Kirche

28. April 2014 09:09; Akt: 28.04.2014 09:14 Print

«Wer von euch Ärschen hat mit Gott geredet?»

Die Befürworter gleichgeschlechtlicher Hochzeiten erhalten Unterstützung von unerwarteter Seite: Wrestling-Star Steve Austin findet deutliche Worte für die Gegner der Homo-Ehe.

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Harte Musik erklingt, ein Feuerwerk wird gezündet, zwei machoide Muskelberge treten in die Arena und bieten dem gröhlenden Publikum einen gewalttätigen Showkampf bis aufs Blut. Wrestling ist wohl eine der testosterongeschwängertsten Sportarten, die es gibt. Dass die wie Neandertaler anmutenden Kämpfer abseits der Bühne zu mehr fähig sind, als sich auf die verschwitzte Brust zu trommeln, zeigt ein Podcast der Wrestling-Legende «Stone Cold» Steve Austin. Zu hören ist ein mit Schimpfwörtern und Flüchen gespicktes Plädoyer für die Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren: «Ich bin absolut für die Homo-Ehe», sagt Austin und ergänzt in klassischem Wrestling-Jargon: «Jeder in der gottverdammten Welt soll heiraten, wen er will!»

Für die fundamentalistischen Gegner von Homosexuellen und die katholische Kirche findet der Muskelprotz klare Worte: «Wer von euch Ärschen hat mit Gott geredet und erfahren, dass die Homo-Ehe nicht erlaubt ist? «Zwei Homosexuelle können nicht heiraten, aber wenn ein Typ 14 Leute ermordet, fünf Kinder missbraucht und im verdammten Gefängnis Gott akzeptiert, kommt er in den Himmel?» Das sei alles Quatsch, mit dem er nichts anfangen könne, so «die texanische Klapperschlange». Obwohl der Podcast bereits 2013 online ging, wurde der Bodyslam für alle Kritiker erst jetzt von der Presse und einem breiten Publikum wahrgenommen und sorgt in den Vereinigten Staaten für hitzig geführte Diskussionen.

(L'essentiel/kis)

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