Beyoncé

31. Mai 2020 11:50; Akt: 31.05.2020 12:01 Print

«Wir alle haben gesehen, wie er ermordet wurde»

Beyoncé und zahlreiche weitere Stars verurteilen nach dem Tod von George Floyd auf Social Media den Rassismus und die Polizeibrutalität in den USA.

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Immer mehr Prominente sprechen sich aktuell auf Social Media gegen die anhaltende Polizeibrutalität und den systematischen Rassismus der US-Behörden aus. Auslöser ist der Tod von George Floyd: Der Afroamerikaner kam vor wenigen Tagen bei einem Polizeieinsatz ums Leben, nachdem ein weißer Polizist sein Knie über acht Minuten auf den Hals des 46-Jährigen gedrückt hatte. Floyd verlor dabei das Bewusstsein und verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus.

«Wie so viele von euch bin ich wütend, entrüstet und habe ein gebrochenes Herz, wenn ich an die Ungerechtigkeit in unserem Land denke», schreibt beispielsweise Sängerin Miley Cyrus (27) auf Twitter. Sie fordert Gerechtigkeit für Floyd und seine Hinterbliebenen. «Wir alle haben eine Stimme, die wir nutzen müssen, denn wir dürfen nicht untätig zusehen. Wir müssen alle unseren Teil dazu beitragen, dass Gerechtigkeit für alle endlich Realität wird.»

Petition millionenfach unterzeichnet

Beyoncé wendet sich mit einem Instagram-Video an ihre Fans. «Wir alle haben die Aufnahmen vom Polizeieinsatz gesehen und sind so Zeuge davon geworden, wie George Floyd ermordet wurde. Wir dürfen unsere Augen nicht länger verschließen», so die 38-Jährige mit gebrochener Stimme. Es sei nun schon zu oft vorgekommen, dass Polizeibrutalität keine Konsequenzen gehabt habe. «Es gibt noch keine Gerechtigkeit in unserem Land.»

Wie zahlreiche andere Stars fordert auch die Sängerin ihre Fangemeinde dazu auf, die Online-Petition «Justice for George Floyd» zu unterschreiben. «Damit wir Frieden und Barmherzigkeit erreichen.» Nach nur wenigen Tagen unterstützen bereits über 6,6 Millionen Personen die Petition, die unter anderem eine gerechte Bestrafung aller am Einsatz beteiligten Polizisten fordert.

Jamie Foxx protestiert vor Ort

Nach dem Tod von George Floyd ist es auf den Straßen mehrerer Großstädte zu Protesten gekommen. Besonders groß sind die öffentlichen Forderungen nach Gerechtigkeit in Floyds Heimat Minneapolis im Bundesstaat Minnesota. Oscar-Preisträger Jamie Foxx (52) nahm dort am Freitag an einer Kundgebung zum Protest gegen Polizeigewalt teil. «Wir wollen euch wissen lassen, dass ihr unsere Unterstützung habt», so Foxx in seiner Rede.

Der Schauspieler fährt nachdenklich fort: «Ein Polizeieinsatz wegen eines kleinen Delikts ist eskaliert und hat zum Tod von George geführt. Das passiert in unserem Land immer und immer wieder. Wieso?» Er habe keine Angst davor, sich an die Seite der Protestierenden zu stellen und für die Beantwortung dieser Frage zu kämpfen. «Ich bin heute nicht als Promi hier, sondern als eurer Bruder.»

Taylor Swift prangert Trump an

US-Präsident Donald Trump drohte den Demonstranten am Freitag via Twitter mit gewaltbereiten Militäreinsätzen. Sängerin Taylor Swift (30) wandte sich daraufhin mit einem öffentlichen Statement an den 73-Jährigen, in dem sie schrieb: «Nachdem du während deiner gesamten Präsidentschaft die Feuer der weißen Vorherrschaft und des Rassismus angefacht hast, täuschst du jetzt moralische Überlegenheit vor und drohst mit Gewalt?» Ihre Fans fordert Swift dazu auf, bei den kommenden Präsidentschaftswahlen nicht für den Republikaner zu stimmen.

Vielerorts kam es während den Protesten zu Ausschreitungen und Plünderungen. Cardi B (27) verteidigt diese Aktionen in einem Video, das sie am Freitag unter anderem auf Twitter postete. «So sehr ich diese Art von Gewalt nicht mag – es ist, was es ist», so die Rapperin. «Zu viele friedliche Demonstrationen, zu viele Hashtags, die zu Trends werden, und keine Lösungen. Die Menschen haben keine andere Wahl, als die Gewalt mit Gewalt zu beantworten.»

(L'essentiel/Angela Hess/SDA)

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