Corona-Krach

05. Februar 2021 16:59; Akt: 05.02.2021 17:57 Print

FLF sagt Spieltag der BGL-​​Ligue am Wochenende ab

LUXEMBURG – Der luxemburgische Fußballverband FLF hat am Freitag kurzfristig alle Spiele der höchsten Luxemburger Spielklasse abgesagt.

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Die Spiele der BGL für das kommende Wochenende wurden vom Verband abgesagt. (Bild: Luis Mangorrinha /Archivbild)

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Der luxemburgische Fußballverband FLF hat am Freitag in einer radikalen Entscheidung die Spiele der BGL-Ligue und der ersten Frauen Fußballliga für das kommende Wochenende abgesagt. Das teilte der Verband am Freitagnachmittag mit. Vorausgegangen war der Entscheidung eine Kontroverse, die sich an einer Ankündigung der BGL-Vereine entzündet hatte. Die Vereine hatten erklärt, dass sie sich weigern, alle ihre Spieler vor Wiederaufnahme des Ligabetriebes auf das Coronavirus testen zu lassen. Auf diese Ankündigung reagierte die Gemeinde Differdingen ihrerseits am Freitagmorgen mit der Schließung der Fußballplätze der Gemeinde für den Spielbetrieb.

Am Freitagnachmittag kam dann die Absage des Spieltags durch den Verband. Man sehe sich gezwungen, die Spiele der ersten Frauen Liga und der BGL Ligue für das kommende Wochenende abzusagen, heißt es in der Verbandsmitteilung knapp. Die Partien der beiden obersten Ligen sollen auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden. Man werde in den kommenden Tagen versuchen, gemeinsam mit dem Sportministerium und den Vereinen eine Lösung für die Fortführung des Ligawettbewerbes suchen.

Gratis-Tests verursachen kosten

Eigentlich sollte an diesem Wochenende die zweieinhalbmonatige Spielpause in Luxemburgs erster Liga enden. Mit Racing Luxembourg gegen Jeunesse Esch und Swift Hesperingen gegen Wiltz standen echte Kracher auf dem Spielplan. Doch obwohl den Vereinen kostenlose Tests vom Sportministerium zur Verfügung gestellt worden sind, lehnten die BGL-Clubs die Tests ab.

Die Erstliga-Clubs kritisierten bei ihrer Ablehnung, dass die 60.000 Tests, die zur Verfügung gestellt worden sind, nicht verpflichten seien. Damit sind sie nach Ansicht der Vereinsvertreter wertlos, da es keine Garantie dafür gebe, dass das gegnerische Team auch getestet worden sei. Damit scheinen die Vereine auch Druck auf den Verband ausüben zu wollen, denn eine Pflicht zum Test könnte auch der FLF einführen. Der Handballverband (FLH) macht es vor: Hier gilt Testpflicht.

Außerdem kritisieren die Vereine die Kosten, die ihnen durch die Gratis-Tests entstehen. Die Testkits für die Schnelltests werden den Vereinen zwar gestellt, die Durchführung müssen sie aber selbst bezahlen. Dafür ist aber mindestens eine medizinische Fachkraft nötig und die kostet Geld.

(hoc/L'essentiel/Nicolas Grellier)

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