Rückrundenstart

11. Januar 2018 09:39; Akt: 11.01.2018 09:53 Print

Was ist los bei den 18 Bundesligisten?

Neuzugänge, verletzte Spieler, Vertragsverhandlungen – vor dem Rückrundenstart in der Fußball-Bundesliga ist es bei den 18 Clubs längst mit der Ruhe vorbei.

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Im ersten Rückrundenspiel trifft der FC Bayern München auf Bayer 04 Leverkusen. (Bild: DPA/Andreas Gebert)

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Nach nur 26 Tagen Pause startet die Fußball-Bundesliga am Freitag in die Rückrunde. In Sachen Meisterschaft scheint der Titelverteidiger FC Bayern München konkurrenzlos zu sein. Spannung versprechen indes das Rennen um die weiteren Champions-League-Plätze sowie der Abstiegskampf. Ein Überblick zu den wichtigsten Themen bei den 18 Clubs vor dem Start:

FC Bayern München: Der Serienmeister fühlt sich bereit für den Start in die Rückrunde, in der neben den sportlichen Aufgaben - mehr in der Champions League denn in der Bundesliga - vor allem die Zukunftsfragen um Coach Jupp Heynckes und die Routiniers Franck Ribéry und Arjen Robben interessant werden.

FC Schalke 04: Beim Tabellenzweiten ist der erwartete Wechsel von Leon Goretzka im Sommer zum FC Bayern das größte Thema. Das Trainingslager in Benidorm verlief reibungslos, zum Auftakt in Leipzig fällt nur Pablo Insua sicher aus, Goretzka ist fraglich.

Borussia Dortmund: Der BVB hat weiter Verletzungspech. Zum Rückrundenstart gegen Wolfsburg fehlen wohl Marcel Schmelzer und Raphael Guerreiro, die sich im Trainingslager in Malaga Blessuren zuzogen. Die Eskapaden des angeblich wechselwilligen Pierre-Emerick Aubameyang sind ein störendes Dauerthema.

Bayer Leverkusen: Der Trainer steht wieder mit beiden Beinen auf dem Boden, hat aber 12 000 Euro weniger auf dem Konto. Das ist die Konsequenz aus der Schauspiel-Einlage von Heiko Herrlich beim DFB-Pokalspiel in Mönchengladbach im Dezember. Zum Topspiel am Freitag gegen Bayern sieht's personell gut aus.

RB Leipzig: Die Serie von fünf Pflichtspielen in Serie ohne Sieg lastet auf den Leipzigern. Hinzu kommt, dass wichtige Spieler wie Timo Werner und Emil Forsberg die Vorbereitung nur halb oder gar nicht mitmachen konnten. Die Spekulationen über mögliche Abgänge im Sommer dürften vor allem dann noch größer werden, wenn RB den angepeilten Champions-League-Platz zu verpassen droht.

Borussia Mönchengladbach: Die großen Verletzungssorgen aus der Hinrunde sind noch nicht überstanden, ein halbes Dutzend Spieler fehlt noch. Es könnten sich noch Personalien ergeben: Andreas Poulsen könnte kommen, Reece Oxford zurückkehren.

1899 Hoffenheim: Den Abgang von Nationalstürmer Sandro Wagner zum FC Bayern sollen Mark Uth, Andrej Kramaric und Serge Gnabry auffangen. Die Spekulationen um die Zukunft von Erfolgscoach Julian Nagelsmann werden ein Dauerthema bleiben.

Eintracht Frankfurt: Ein Absturz in der Rückrunde wie im Vorjahr will Trainer Niko Kovac unbedingt vermeiden. Die zurückgekehrten Langzeitverletzten Marco Fabián und Omar Mascarell sollen dabei helfen. Ein Comeback von Torjäger Alex Meier ist nicht absehbar.

FC Augsburg: Stürmer Alfred Finnbogason und dessen malade Achillessehne bereiteten zuletzt im Trainingslager Sorgen. Die Herausforderung ist, den Schwung aus einer bärenstarken Hinrunde aufrechtzuerhalten.

Hertha BSC: Hertha-Trainer Pal Dardai hat ein großes Personalpuzzle zu lösen. Bis zu 30 Profis standen in der Vorbereitung auf dem Trainingsplatz - Enttäuschungen beim Rückrundenstart in Stuttgart sind da programmiert.

Hannover 96: Wer spielt in der Innenverteidigung neben dem überragenden Salif Sané? Der ausgeliehene Josip Elez patzte beim Test gegen Paderborn. Zur Not kann Trainer Breitenreiter weiter auf Waldemar Anton bauen, den er lieber im Mittelfeld einsetzt.

VfL Wolfsburg: Nach dem Abgang von Mario Gomez soll Divock Origi dessen Rolle übernehmen. Die Liverpool-Leihgabe musste zuletzt auf Außen spielen und kann sich nun als Mittelstürmer beweisen. Auch der Schweizer Neuzugang Renato Steffen steht als weitere Alternative parat.

SC Freiburg: Die Leistungsträger Nicolas Höfler und Yoric Ravet werden den Rückrundenauftakt gegen Eintracht Frankfurt ziemlich sicher verpassen - für den SC Freiburg ist das eine starke Schwächung. Auch Neuzugang Lukas Kübler ist angeschlagen.

VfB Stuttgart: Löst Mario Gomez die Offensivsorgen des VfB Stuttgart? Vor allem die wenigen Tore haben Stuttgart viele Punkte gekostet, mit dem Nationalspieler soll es nun besser werden. Sind Gomez, Ginczek, Donis, Akolo und Asano alle fit, droht aber auch Unzufriedenheit.

FSV Mainz 05: Der Abstiegskandidat setzt vor allem auf Anthony Ujah und Nigel de Jong. Der Rückkehrer aus China und der 33 Jahre alte Vize-Weltmeister von 2010 müssen allerdings erst beweisen, dass sie kein Flop sind wie vor einem Jahr Ex-Star Bojan Krkic.

Werder Bremen: Der langfristige Ausfall von Fin Bartels schmerzt Werder. Erster Kandidat auf den Platz im Angriff neben Max Kruse ist der im Sommer geholte Ishak Belfodil. Der konnte bisher allerdings kaum überzeugen.

Hamburger SV: Der Ärger um den wechselwilligen und streikenden Walace hat die Vorbereitung gestört. Ob der Brasilianer geht oder nicht, ist noch nicht geklärt. Offen ist auch die Torwartfrage: Verdrängt U21-Europameister Julian Pollersbeck Stammkeeper Christian Mathenia?

1. FC Köln: Bis auf vier Langzeitverletzte sind wieder alle dabei. Somit muss der Kader jetzt sogar wieder verkleinert werden, einige Nachwuchskräfte sollen zurück in die Juniorenteams. Trainer Stefan Ruthenbeck arbeitet akribisch mit dem Team des abgeschlagenen Tabellen-Letzten, dass sich vor allem fußballerisch verbessern soll.

Die Partien des 18. Spieltags:

Freitag, 12. Januar:

Bayer Leverkusen – Bayern München 20.30

Samstag, 13. Januar:

Werder Bremen – 1899 Hoffenheim 15.30
Eintracht Frankfurt – SC Freiburg 15.30
FC Augsburg – Hamburger SV 15.30
Hannover 96 – FSV Mainz 05 15.30
VfB Stuttgart – Hertha BSC 15.30
RB Leipzig – FC Schalke 04 18.30

Sonntag, 14. Januar:

1. FC Köln – Bor. Mönchengladbach 15.30
Borussia Dortmund – VfL Wolfsburg 18.00

(L'essentiel/dpa)

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