Formel-1-Kritik an Ungarn

30. Juli 2021 20:12; Akt: 30.07.2021 20:21 Print

«Es ist beschämend für das Land»

Das Renngeschehen vor dem Ungarn-GP rückt in den Hintergrund. Grund dafür sind Kritiken von verschiedenen Fahrern. Darunter Lewis Hamilton und Sebastian Vettel.

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Sebastian Vettel und Lewis Hamilton haben vor dem Formel-1-Rennen in Budapest zu dem geplanten Referendum gegen Rechte nicht-heterosexueller Menschen (LGBT) in Ungarn deutlich Stellung bezogen. «Es ist beschämend für das Land», sagte Vettel am Donnerstag bei einer Pressekonferenz auf dem Kurs nordwestlich der ungarischen Hauptstadt. Er könne nicht verstehen, warum die Regierung so damit kämpfe, dass die Menschen einfach frei leben könnten, wie sie wollten, betonte der 34-jährige Formel-1-Pilot.

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hatte kürzlich ein Referendum über ein umstrittenes Gesetz angekündigt, das sich gegen nicht-heterosexuelle Menschen richtet. Das Gesetz verbietet unter anderem Werbung, in der Homosexuelle oder Transsexuelle als Teil einer Normalität erscheinen. Die EU-Kommission sieht es als diskriminierend an und hat Schritte gegen Ungarn eingeleitet.

«Es ist inakzeptabel und feige»

Hamilton sicherte via Instagram denen seine Unterstützung zu, die von dem Gesetz betroffen seien. «Es ist inakzeptabel, feige und irreführend von den Machthabern, ein solches Gesetz vorzuschlagen», schrieb der 36-Jährige, der sich seit längerem für Menschenrechte starkmacht und seine exponierte Rolle nutzt, um Missstände anzuprangern. «Jeder hat die Freiheit verdient, so zu sein, wie er möchte. Egal, was man liebt oder wie man sich fühlt.» Hamilton forderte die Menschen in Ungarn auf, «beim bevorstehenden Referendum für den Schutz der Rechte der LGBTQ+Community zu stimmen. Sie brauchen unsere Unterstützung mehr denn je.»

Verstappen fährt der Konkurrenz davon

Aber nun zum sportlichen Teil. Denn schlussendlich geht es um die Führung im Gesamtklassement. Hamilton liegt dort nur ganz knapp hinter Verstappen. Der Niederländer führt das Klassement mit 185 Punkten an, dicht gefolgt vom Briten, der vor dem Ungarn-GP bei 177 Punkten steht. Max Verstappen hat beim Trainingsauftakt zum Großen Preis von Ungarn die schnellste Runde gedreht. Der 23 Jahre alte Niederländer zeigte sich am Freitag bestens erholt von seinem Rennunfall zuletzt in Silverstone und verwies Valtteri Bottas um 61 Tausendstelsekunden auf den zweiten Platz. Dritter wurde dessen Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton im Mercedes. Dem siebenmaligen Weltmeister fehlten 0,167 Sekunden auf Red-Bull-Pilot Verstappen. Die beiden Piloten aus dem Schweizer Rennstall Alfa-Sauber konnten nicht überzeugen. Antonio Giovinazzi wurde letzter. Robert Kubica, der Kimi Räikkönen ersetzt, fuhr auf den 18. Platz.

Im Hinblick auf das Rennen vom Sonntag stellt sich eine zentrale Frage. Wie gehen die beiden Titelkandidaten auf der Strecke miteinander um? Beim letzten Rennen, dem GP von Großbritannien, gab es einen Zwischenfall. Verstappen war bei dem Rennen nach einer Berührung durch Hamiltons Formel-1-Mercedes von der Strecke in Silverstone abgekommen und mit enormer Wucht in die Streckenbegrenzung gekracht. Während Verstappen untersucht und ins Krankenhaus gebracht wurde, hatten Hamilton und die Silberpfeile den Heimerfolg des siebenmaligen Weltmeisters euphorisch bejubelt. «So feiert man so einen Sieg nicht», meinte der Niederländer.

Das Rennen in Ungarn an diesem Sonntag ist das letzte vor der Sommerpause, Ende August geht es in Belgien, genauer gesagt in Spa-Francorchamps, weiter.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • @ArmHannes am 01.08.2021 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Referendum in Ungarn befragt die Befoelkerung ob Werbung fuer Homo- oder Transsexualität als normal dargestellt werden kann dass Minderjährige ohne Zustimmung der Eltern sexuell aufgeklärt werden, ob bei Kindern für Geschlechtsumwandlungen geworben werden dürfe sowie ob bei Kindern Geschlechtsumwandlungen durchgeführt werden dürfen. Ferner soll gefragt werden, ob Kindern Medienberichte zugänglich sein sollen, die ihre sexuelle Entwicklung beeinflussen können sowie Medienberichte über Geschlechtsumwandlungen. Ich glaube das Gesetz ist gut

  • packtiech am 31.07.2021 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Der böse Orban...und hier? Hier werden die ungeimpfte Menschen diskriminiert,ist das jetzt wieder was anderes oder wie,Mann oh Mann

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  • jeanpaul am 31.07.2021 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ungarn hält jetzt ein referendum ab, anstatt das gesetzt einfach einzusetzen. das ist doch gut.

Die neusten Leser-Kommentare

  • @ArmHannes am 01.08.2021 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Referendum in Ungarn befragt die Befoelkerung ob Werbung fuer Homo- oder Transsexualität als normal dargestellt werden kann dass Minderjährige ohne Zustimmung der Eltern sexuell aufgeklärt werden, ob bei Kindern für Geschlechtsumwandlungen geworben werden dürfe sowie ob bei Kindern Geschlechtsumwandlungen durchgeführt werden dürfen. Ferner soll gefragt werden, ob Kindern Medienberichte zugänglich sein sollen, die ihre sexuelle Entwicklung beeinflussen können sowie Medienberichte über Geschlechtsumwandlungen. Ich glaube das Gesetz ist gut

  • jeanpaul am 31.07.2021 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ungarn hält jetzt ein referendum ab, anstatt das gesetzt einfach einzusetzen. das ist doch gut.

  • packtiech am 31.07.2021 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    Der böse Orban...und hier? Hier werden die ungeimpfte Menschen diskriminiert,ist das jetzt wieder was anderes oder wie,Mann oh Mann

    • en letzebuerger am 01.08.2021 12:53 Report Diesen Beitrag melden

      sie vergleichen das miteinander ? Ernsthaft ? Sie haben gar nichts verstanden , Mann oh Mann

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