Die Roten in der Krise

21. Juli 2020 07:59; Akt: 21.07.2020 08:04 Print

Ferrari-​​Fehlstart – Machtwort vom Chef

Ferrari-Teamchef Mattia Binotto will beim Formel-1-Rennstall alles und jeden auf den Prüfstand stellen. Er bekräftigt seine harsche Kritik vom Sonntag.

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Teamchef Mattia Binotto hat nach der nächsten großen Ferrari-Enttäuschung am vergangenen Rennwochenende in Budapest seine deutliche Kritik bekräftigt und eine Generalüberholung des Wagens und des Rennstalls gefordert.

«Das gesamte Autoprojekt muss überarbeitet werden», sagte der 50-Jährige am Montag auf der Homepage des italienischen Formel-1-Rennstalls. «Ich bin mir sehr wohl darüber im Klaren, dass es keinen Zauberstab in der Formel 1 gibt, aber wir müssen einen Gang hochschalten, um die Kurve zu kriegen, sowohl kurz- als auch langfristig.»

Nicht einmal in den Punkterängen

Beim Großen Preis von Ungarn hatte Sebastian Vettel am Sonntag in Budapest den sechsten Platz belegt, Teamkollege Charles Leclerc war als Elfter nicht einmal in die Punkteränge gefahren. Es war die Fortsetzung der bis dahin schon völlig enttäuschenden ersten beiden Rennwochenenden aus Sicht des abgestürzten Herausforderer der Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Valtteri Bottas.

«Es könnte auch notwendig sein, dass wir auf unsere Organisation schauen müssen, um unsere Arbeitsmethoden zu verbessern und zu stärken, wo die Not am größten ist», erklärte Binotto.

«Die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel»

Der selbst nicht unumstrittene Rennstall-Boss hatte kurz nach dem Rennen, bei dem beide Ferrari-Piloten von Gewinner Hamilton im Mercedes überrundet worden waren, bereits betont: «Jeder wird seine Arbeit analysieren und den Mut haben müssen, den Kurs zu wechseln, wenn das notwendig ist, denn die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel.» Es gebe keine andere Lösung, «um diese Situation in den Griff zu kriegen».

Die nächste Chance den kapitalen Fehlstart in die Saison zu korrigieren haben die Roten am übernächsten Wochenende in Silverstone beim GP von Großbritannien, dem Heimrennen von WM-Leader Hamilton.

(L'essentiel/dpa)

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