Coronavirus

13. März 2020 07:34; Akt: 13.03.2020 07:37 Print

Formel-​​1-​​Start in Melbourne abgesagt

Der GP von Australien findet nicht statt, wie die Organisatoren bekannt geben.

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Der Formel-1-Auftakt im australischen Melbourne ist abgesagt, wie die Organisatoren am Freitag mitteilen. Er hätte dieses Wochenende stattfinden sollen.

Zuvor berichtete der britische Fernsehsender BBC über die Absage und berief sich dabei auf zwei hochrangige Funktionäre aus der Rennserie.

Am Donnerstag hatte es den ersten Coronavirus-Fall in der Formel 1 gegeben: Der englische Traditionsrennstall McLaren hatte am Donnerstag den ersten Coronavirus-Fall im Fahrerlager von Melbourne offiziell gemacht. Daraufhin zog McLaren sein Team für den am Sonntag geplanten Saisonauftakt zurück. Zudem befinden sich 14 weitere Personen in vorsichtshalber in Quarantäne. Die betreffenden Teammitglieder müssen einer Mitteilung vom Freitag zufolge vorsichtshalber für 14 Tage im Hotel in Melbourne bleiben. Diese Personen waren in engem Kontakt mit dem nachgewiesenen ersten Fall. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur handelt es sich dabei weder um die Fahrer Carlos Sainz und Lando Norris noch Teamchef Andreas Seidl.

Herausfordernde Zeiten

Die Formel 1 musste wegen der Epidemie bereits das für den 19. April in China geplante Rennen verschieben. Der Grand Prix von Bahrain am 22. März wird im besten Fall und aus Sicherheitsgründen vor leeren Rängen ausgetragen. Die anschließend angesetzte Vietnam-Premiere in Hanoi am 5. April steht außerdem auf der Kippe. Es wäre also nicht ausgeschlossen, dass die Formel 1 in diesem Jahr frühestens am 3. Mai in Zandvoort in den Niederlanden in die Saison startet.

Formel-1-Boss Chase Carey hat sich indessen zurückhaltend zu weiteren möglichen Rennabsagen geäußert. «Jetzt liegt unser Fokus auf den Angelegenheiten hier in Australien», sagte der US-Amerikaner am Freitag in Melbourne. «In sehr kurzer Zeit müssen wir uns den unmittelbar vor uns stehenden Veranstaltungen widmen.» Man müsse auf die sich rasch ändernden Situationen reagieren. «Das sind herausfordernde Zeiten», sagte Carey.

(L'essentiel/dpa)

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