Bernie Ecclestone

16. Juni 2020 14:58; Akt: 16.06.2020 14:58 Print

Mit Adolf Hitler «ging eindeutig was weiter»

Der Ex-Formel-1-Boss verstört einmal mehr mit Aussagen über Adolf Hitler. Auch spricht er über Donald Trump und trauert den Grid Girls nach.

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Wenn Bernie Ecclestone ein Interview gibt, ergeben sich daraus fast immer kontroverse Schlagzeilen, die anschließend die Runde machen. Und die Leute fassungslos zurücklässt.

So auch kürzlich, als der Ex-Formel-1-Boss mit dem Magazin Autocar gesprochen hat. Vom Gerichtsprozess in Deutschland über Donald Trump bis hin zu Adolf Hitler hat der 89-Jährige in dem Gespräch wieder einmal kein Fettnäpfchen ausgelassen.

So lobte Ecclestone etwa Adolf Hitler. «Als er in den 1930ern übernommen hat, ging eindeutig was weiter, was beeindruckend war. Krankenhäuser, Züge und so weiter», sagte er. Immerhin schränkte er dann noch ein, ergänzte er doch: «Was er sonst noch getan hat, war aber offensichtlich verrückt und falsch.»

Auch dem umstrittenen US-Präsidenten Donald Trump attestiert der Ex-Formel-1-Boss «einen guten Job». Er habe Ideen und setze sie um. Außerdem lobte er den russischen Präsidenten Wladimir Putin und den britischen Premier Boris Johnson.

« Sie hätten mich zehn Jahre einsperren können »

Doch damit nicht genug. Ecclestone provozierte im Interview mit dem Magazin noch weiter. Zur Abschaffung der Grid Girls in der Formel 1 meinte er: «Die Mädchen hätten gute Karrieren gemacht, die ihnen jetzt weggenommen wurden.» Sie hätten Farbe ins Spiel gebracht und alle hätten sie geliebt.

Und seine frühere Äußerung über Frauen und Küchengeräte («Ich habe eine dieser wundervollen Ideen: Frauen sollten immer ganz in Weiß gekleidet sein, wie all die anderen Küchengeräte») tat er als «einen großen Witz» ab, den er nicht bereue.

Generell zeigt der 89-Jährige kein schlechtes Gewissen. Auch nicht zu seinem Bestechungsprozess in Deutschland im Jahr 2013. Damals soll der Brite einen Manager der Bayerischen Landesbank im Zuge des Verkaufs der Formel 1 bestochen haben. Das Verfahren wurde ein Jahr später gegen eine Zahlung von 100 Millionen Dollar eingestellt.

Dazu meint Ecclestone: «Das Geld zu überweisen, war keine schlechte Lösung. Es ist, wie wenn du ins Casino gehst und mit deinen Chips spielst: Du hast nie das Gefühl, dass du dabei Geld verlierst. Der Staatsanwalt war eigentlich ein netter Kerl. Sie hätten mich zehn Jahre einsperren können. Da schien mir das ein vernünftiger Preis zu sein.»

(L'essentiel/Nils Hänggi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Irrelevant am 16.06.2020 17:39 Report Diesen Beitrag melden

    An old white man praising other old white men. Komplett irrelevant an den Artikel net wäert.

  • Ohmama am 16.06.2020 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ech gin deem Mann net Rescht, mee opmannst as en keen Heuchler wéi vill anerer. Heen seet wat en denkt, och wann daat meescht dovun net grad korrekt as. Anerer déi just eppes soen fir sech ze vermaarten an awer eppes anescht an Wierklechkeet denken sin nach Faker dobai.

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    An old white man praising other old white men. Komplett irrelevant an den Artikel net wäert.

  • Ohmama am 16.06.2020 16:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ech gin deem Mann net Rescht, mee opmannst as en keen Heuchler wéi vill anerer. Heen seet wat en denkt, och wann daat meescht dovun net grad korrekt as. Anerer déi just eppes soen fir sech ze vermaarten an awer eppes anescht an Wierklechkeet denken sin nach Faker dobai.