Auch Hamilton zweifelt

04. November 2019 09:45; Akt: 04.11.2019 09:45 Print

Verstappen wirft Ferrari Betrug vor

Hat Ferrari eine Lücke ausgenutzt? Für den Red-Bull-Pilot ist der Fall klar und ein ominöses Stück Papier spricht ebenfalls dafür.

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Ferrari in der Bredouille: Der Rennstall Ferrari muss sich plötzlich gegen Betrugsvorwürfe der Konkurrenz wehren. «Ich habe diese Kommentare gehört. Sie sind sehr enttäuschend», sagte Teamchef Mattia Binotto nach dem Großen Preis der USA am Sonntag im texanischen Austin: «Diese Kommentare sind völlig falsch, sie sind nicht gut für den Sport, und jeder sollte etwas vorsichtiger sein.»

Red-Bull-Fahrer Max Verstappen hatte die Scuderia in einem Interview des niederländischen TV-Senders Ziggo nach dem Rennen attackiert und gesagt: «Das bekommst du, wenn du aufhören musst zu schummeln.» Damit spielte der 22-Jährige auf Spekulationen an, dass Ferrari beim Einspritzen des Benzins in den Motor einen Trick verwendet und eine Lücke in den Regeln ausnutzt. Nach Ferraris Leistung in Texas gefragt, sagte Verstappen an der Pressekonferenz nach dem Rennen: «Ich bin nicht überrascht nach dem, was herausgekommen ist. Das erklärt alles.»

Das ominöse Stück Papier

Was er damit meine, wollte Sitznachbar Valtteri Bottas von Mercedes wissen. «Das Stück Papier», antwortete Verstappen. Und Bottas: «Das habe ich nicht gesehen.» Was Verstappen genau meint: Am 22. Oktober hat die FIA, der internationale Automobil-Verband, eine Richtlinie veröffentlicht. Verstappen vermutet, dass die Italiener durch diese gezwungen wurden, mit den Tricks aufzuhören. Binotto bestritt einen Vorgang, der der Scuderia zu mehr Motorenleistung verholfen haben soll.

Im Fahrerlager aber fiel auf, dass die Ferrari-Wagen in Texas im Gegensatz zu den Vorwochen auf den Geraden langsamer unterwegs waren. «Wir haben uns die Daten angesehen. Ihre Höchstgeschwindigkeit sieht ganz anders aus als bei den letzten Rennen», sagte auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Woran das wirklich liege, könne er aber nicht konkret sagen. Weltmeister Lewis Hamilton sagte: «Sie hatten wie aus dem Nichts plötzlich tonnenweise Power. Wann immer sie mehr Power brauchten, schienen sie noch mehr zu haben. Dieses Wochenende war definitiv anders als davor. Davor haben wir alleine auf den Geraden sieben Zehntel verloren.»

Binotto wollte von fehlender Geschwindigkeit nichts wissen. Vor dem Rennen in Austin sei technisch auch nichts an den Motoren verändert worden. «Wir waren Samstag nah dran an der Pole Position. Unsere Leistung hat gezeigt, dass wir weiterhin schnell sind», sagte der Italiener. Charles Leclerc konnte als Fünfter aber nicht mit der Spitze mithalten. Vettel schied aufgrund eines Defekts früh aus.

(L'essentiel/dpa/mro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Formel eins am 04.11.2019 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Na klar wenn es eine Lücke gegeben hat dann hätten die anderen Teams diese Lücke auch ausnutzen können aber sie haben es nicht getan also sollen sie still sein und nicht rummeckern. Nur weil Ferrari nicht so dumm war und die Lücke ausgenutz hat. Es war noch immer so immer wurde auf Ferrari rumgehackt. Hätte das jetzt das Team von Hammilton gemacht würde nicht darüber geredet werden. Die Formel 1 ist sowieso nicht mehr das was sie mal war.

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  • Bochet am 04.11.2019 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ferrari ist für mich genauso ein Bertugskonzern wie VW . Die verkaufen auch masslos überteuerte Autos. Hauptsache : Betrügen was das Zeug hällt !!!!! Wenn der Verdacht sich bestätigt sollte man Ferrari mit ihrem asinello rampante ein ganzes Jahr sperren !

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bochet am 04.11.2019 20:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ferrari ist für mich genauso ein Bertugskonzern wie VW . Die verkaufen auch masslos überteuerte Autos. Hauptsache : Betrügen was das Zeug hällt !!!!! Wenn der Verdacht sich bestätigt sollte man Ferrari mit ihrem asinello rampante ein ganzes Jahr sperren !

  • Formel eins am 04.11.2019 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Na klar wenn es eine Lücke gegeben hat dann hätten die anderen Teams diese Lücke auch ausnutzen können aber sie haben es nicht getan also sollen sie still sein und nicht rummeckern. Nur weil Ferrari nicht so dumm war und die Lücke ausgenutz hat. Es war noch immer so immer wurde auf Ferrari rumgehackt. Hätte das jetzt das Team von Hammilton gemacht würde nicht darüber geredet werden. Die Formel 1 ist sowieso nicht mehr das was sie mal war.

    • Pitty am 04.11.2019 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      Die Deutsch/British Teams dürfen immer alles machen.

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