Nach positivem Test

14. Oktober 2020 19:13; Akt: 14.10.2020 19:42 Print

Air Rescue fliegt Corona-​​Ronaldo nach Turin

LUXEMBURG/TURIN – Der am Dienstag positiv getestete portugiesische Starkicker ist nach Italien zurückgekehrt. Ein Learjet der Luxemburg Air Rescue hat den Spieler transportiert.

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Mit einer Privat-Ambulanz wurde Fußball-Superstar Ronaldo vom Flughafen in Turin nach Hause gefahren. Trotz seiner Corona-Quarantäne war der Kapitän der portugiesischen Nationalelf von Lissabon in einem Learjet der Luxemburg Air Rescue nach Italien zurückgeflogen, um dort seine häusliche Isolation fortzusetzen. Wie der italienische Rekordmeister am Mittwochabend mitteilte, hätten die zuständigen Gesundheitsbehörden auf Ersuchen von Ronaldo dem Flug zugestimmt. Der 35-Jährige dürfe nun zehn Tage lang keinen Kontakt zur Mannschaft haben, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa.

Ronaldo hatte sich am Dienstag nach einem positiven Coronatest in der Cidade do Futebol in Lissabon isoliert. In Turin ist auch seine gesamte Mannschaft wieder in der Isolation, nachdem sein vom Bundesligisten FC Schalke 04 ausgeliehener Teamkollege Weston McKennie (22) ebenfalls positiv getestet wurde. Zwar sind allen Personen mit einem negativen Test regelmäßige Trainings- und Spielaktivitäten erlaubt, aber keine Kontakte mit Personen außerhalb der Gruppe. Die Spieler und das Personal von Juventus waren bis vergangene Woche im Vereinshotel isoliert, nachdem zwei Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden waren.

Wo hat sich der Superstar infiziert?

Bei Ronaldo stellt sich vor allem die Frage, wie oder wo er sich infiziert hat. Im Trainingslager der Nationalmannschaft könne es zumindest nicht gewesen sein, meinte Portugals Nationaltrainer Fernando Santos. «Seit Montag sind wir hier völlig eingesperrt. Die Mitarbeiter und Spieler sind reingekommen und sonst niemand», hatte der Nationalcoach zuvor gesagt. Alle Sicherheitsregeln seien strikt eingehalten worden, sagte Santos. Die anderen Spieler des Teams wurden negativ getestet. Im Nations-League-Spiel gegen Schweden am Mittwochabend mussten die Portugiesen auf Ronaldo verzichten. Auch im Spiel von Juventus am Samstag in Crotone wird er fehlen. Ob die Begegnung stattfindet, ist offen.

Im schlimmsten Fall könnte Ronaldo nun sogar das direkte Duell mit Lionel Messi verpassen. In zwei Wochen trifft Juventus in der Champions League auf Messis FC Barcelona - und ob das Vorrundenspiel auch zum Gigantentreffen der beiden Superstars wird, steht nicht fest. Denn wie lange der Portugiese ausfällt, blieb zunächst ungeklärt.

Negativtest sieben Tage vor dem Spiel

Italienische Medien schrieben am Mittwoch, dass Ronaldo laut UEFA-Protokoll mindestens sieben Tage vor einem Spiel negativ getestet werden muss. Für das Duell mit Messi am 28. Oktober würde das bedeuten, dass Ronaldo spätestens am kommenden Mittwoch einen Negativtest vorweisen müsste. Demnach könnte Juve ihn auch beim Königsklassen-Auftakt am kommenden Dienstag in Kiew nicht einsetzen.

Zudem muss auch das U23-Team des italienischen Rekordmeisters isoliert werden. Grund ist ein positiver Coronatest von Trainer Lamberto Zauli.

Am Mittwochabend lehnte zudem ein Sportrichter den Antrag des SSC Neapel für eine Verschiebung des Spiels gegen Juventus ab und wertete das Duell mit 0:3 und einem Punkt Abzug gegen Neapel. Die Partie der Serie A war ausgefallen, weil Neapel wegen zwei Corona-Fällen nicht anreisen konnte. In Neapel hatten lokale Gesundheitsbehörden dem SSC die Abreise verboten und Quarantäne bestimmt. Die Fußball-Liga hatte kürzlich Krisengesprächen wegen vermehrter Corona-Fälle in der Serie A geführt und festgelegte dass Spiele erst verlegt werden können, wenn einem Club weniger als 13 Profis zur Verfügung stehen oder zehn Corona-Fälle in einer Woche auftreten.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nico am 15.10.2020 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    würde mal gerne wissen wer das Learjet der Luxemburg Air Rescue bezahlt?

  • Octopus am 15.10.2020 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LAR, an dir hätt gär dat Leit eng Memberscart huelen???? Den do hat ji ganz bestemmt keng. Hien hätt och mat engem normal gecharterten Jet zereck kenne fleien, lo as et awer.

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  • Norbert Martini am 19.10.2020 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De Ronaldo huet bestëmt mei bezuelt wéi een vun 100 Kilo dee sech am Wantersport e Bee brecht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Norbert Martini am 19.10.2020 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    De Ronaldo huet bestëmt mei bezuelt wéi een vun 100 Kilo dee sech am Wantersport e Bee brecht.

  • Jang B. am 19.10.2020 07:32 Report Diesen Beitrag melden

    Waar daat do en Noutfall ??? Ech iwerléen grad, keng Memberskaart mi ze huelen.

  • kaa am 18.10.2020 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Air Rescue ass och spezialiséiert op Organ Transporter. Natiirlech net gratis. Mir kéinten zur Ofwiesslung och emol stolz sin op daat watt Organisatiounen mat Engagement an Begeeschterung am Ländchen ferdeg bréngen. War derbäi wéi sie ugefangen hun..

  • Octopus am 15.10.2020 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LAR, an dir hätt gär dat Leit eng Memberscart huelen???? Den do hat ji ganz bestemmt keng. Hien hätt och mat engem normal gecharterten Jet zereck kenne fleien, lo as et awer.

    • Hamster am 18.10.2020 17:39 Report Diesen Beitrag melden

      Direk reclameieren ouni sech ze informeieren. D'LAR transporteiert och Privatpersounen geint eng gesalzen Rechnung, fir hiren Budget opzebesseren..... Wann mei Leit Member wären, missten si dat net maachen.

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  • nico am 15.10.2020 07:07 Report Diesen Beitrag melden

    würde mal gerne wissen wer das Learjet der Luxemburg Air Rescue bezahlt?