Fehlende Fans helfen

08. Juli 2020 10:10; Akt: 08.07.2020 13:50 Print

Arsenal London blüht dank leerer Stadien auf

Das Team aus dem Londoner Norden hat seit dem Re-Start weiter aufgedreht. Laut Trainer Mikel Arteta haben daran auch die Geisterspiele ihren Anteil.

storybild

Bei Arsenal und bei Xhaka ist das Grinsen derzeit breit. (Bild: Foto: Getty Images )

Zum Thema
Fehler gesehen?

Arsenal-Fans gehen momentan mit einem Lächeln durchs Leben. Die letzten vier Spiele haben die Londoner mit einem Torverhältnis von 10:1 gewonnen, und sie sind so nah an einem Europa-League-Platz wie seit September nicht mehr.

Noch etwa vor sechs Monaten dürften die Mundwinkel vieler Gunners-Anhänger aber beharrlich nach unten gezeigt haben. In der Vorrunde lief es gar nicht nach dem Geschmack von Arsenal: Mit Trainer Unai Emery wollte es nicht mehr richtig, der Club rutschte auf Rang zwölf ab und Kapitän Granit Xhaka entwickelte sich zur Hassfigur der Fans.

Nach diesem Vorfall im obigen Video entzogen ihm die Arsenal-Fans die letzte Liebe, und Emery nahm dem Schweizer die Spielführerbinde weg. In jener Phase holte der Erfolgsclub unter dem Spanier in der Meisterschaft nur 1,3 Punkte pro Spiel und drohte weit nach hinten zu fallen.

Doch inzwischen hat der Wind gedreht. Seit die Clubbosse die Notbremse zogen, Emery entließen und Ende Dezember dann Mikel Arteta an Bord holten, ist Arsenal wieder auf Kurs. Unter Arteta holten die Gunners in der Premier League 1,73 Punkte pro Spiel, seit dem Neustart (bei bisher sechs Partien) sind es gar 2 Punkte pro Spiel.

Die Geisterspiel-Atmosphäre scheint den Londonern nichts auszumachen – im Gegenteil. So sagte der 38-jährige Trainer der englischen Zeitung The Telegraph auf die Frage, ob leere Stadien seinen Spielern auch helfen würden: «Einige brauchen die Zuschauer normalerweise als Extramotivation … aber anderen Spielern helfen die Geisterspiele auch. Wenn sie vor 80.000 Leuten spielen müssen, ist es viel härter für sie.» Auch Xhaka, der mit den Fans diese Saison bekanntlich harte Zeiten durchmachen musste, dürfte dazu zählen.

Doch genau wie der Club ist auch der 27-Jährige nach seiner Krise auf die Beine gekommen. In Arsenals Mittelfeld ist er wieder eine Bank, bei den vier Siegen in Folge spielte er durch und nach seiner Torpremiere in dieser Saison lobte ihn Arteta: «Er ist ein großartiges Vorbild für jeden seiner Teamkollegen. Es war wichtig, ihm eine Gelegenheit zu bieten, aus seinen Fehlern zu lernen.»

(L'essentiel/Laura Inderbitzin)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.