Glück für Weltmeister

27. Oktober 2021 12:01; Akt: 27.10.2021 12:06 Print

Bayern-​​Star Hernández muss nicht ins Gefängnis

Gute Nachricht für den FC Bayern München – und vor allem für Lucas Hernández. Der Abwehrmann und Weltmeister von 2018 entgeht in Spanien in letzter Minute einer Haftstrafe.

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Lucas Hernández darf aufatmen: Der Fußball-Profi des FC Bayern München muss in Spanien doch nicht ins Gefängnis. Die spanische Justiz hat einer Berufungsklage der Anwälte des 25 Jahre alten Franzosen stattgegeben, wie das Landgericht in Madrid am Mittwoch mitteilte. Die sechsmonatige Haftstrafe wegen häuslicher Gewalt war schon 2019 von einem Strafgericht in Madrid verhängt worden. Die Entwarnung kam kurz vor Fristende. Die Frist zum Antritt der Haftstrafe wäre am Donnerstag um Mitternacht abgelaufen. Wenn die Justizentscheidung sich verzögert hätte, hätte das laufende Berufungsverfahren keine aufschiebende Wirkung gehabt.

Die Haftstrafe wurde nach Angaben des Gerichts für vier Jahre auf Bewährung ausgesetzt. So lange darf sich der Fußballer nichts zuschulden kommen lassen. Sonst muss er die Haftstrafe doch in Spanien in einem Gefängnis seiner Wahl antreten.

Gemeinsame Ferien trotz Annäherungsverbot

Hintergrund des Falls ist ein handgreiflicher Streit des Weltmeisters von 2018 mit seiner damaligen Freundin und heutigen Frau, der sich bereits vor viereinhalb Jahren – im Februar 2017 – ereignete, als Hernández noch für Atlético Madrid spielte. Beide wurden seinerzeit wegen häuslicher Gewalt zu gemeinnütziger Arbeit und einem sechsmonatigen Kontaktverbot verurteilt.

Da sie sich damals schnell wieder versöhnten, verreisten Hernández und seine Partnerin noch während der sechs Monate gemeinsam. Das Problem: Der Profi verstieß damit gegen das Annäherungsverbot. Deshalb wurde er zu der Haftstrafe verurteilt.

Hernández kein Ersttäter

In Spanien wird der Kampf gegen häusliche Gewalt sehr ernst genommen. Die Gerichte urteilen streng und die Medien berichten ausführlich, auch wenn es um unbekannte Personen geht. Ein Kontaktverbot bleibt in Spanien auch dann bestehen, wenn es eine Versöhnung gegeben hat, damit niemand zu einer solchen Aussöhnung genötigt werden kann.

Das neue Urteil kommt überraschend. Es war von Experten mehrheitlich erwartet worden, dass die Berufung abgelehnt werden würde. Unter anderem deshalb, weil Hernández kein sogenannter Ersttäter ist. Gegen ihn gibt es nach Justizangaben insgesamt zwei rechtskräftige Verurteilungen wegen häuslicher Gewalt.

(L'essentiel/dpa/fss)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karl am 27.10.2021 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spanien ist eben ein armes Land!!? Fco

  • halop am 27.10.2021 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    240 Tagessätze a 400 Euro=96000 Euro d'Stroof. Dréit sech jo alles em de Frick. Spuenien as bekannt dofir, hues de Frick loos mer dech a Rouh. Dat war schons a Francos Zäiten esou.

  • Mio am 27.10.2021 23:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    as jo an Spuenien normal, esouguer per europol gesichten Märder dirf frei ronderem laafen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mio am 27.10.2021 23:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    as jo an Spuenien normal, esouguer per europol gesichten Märder dirf frei ronderem laafen

  • Karl am 27.10.2021 16:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spanien ist eben ein armes Land!!? Fco

  • halop am 27.10.2021 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    240 Tagessätze a 400 Euro=96000 Euro d'Stroof. Dréit sech jo alles em de Frick. Spuenien as bekannt dofir, hues de Frick loos mer dech a Rouh. Dat war schons a Francos Zäiten esou.