Meisterrennen

19. Mai 2019 12:26; Akt: 19.05.2019 12:35 Print

BVB-​​Traum geplatzt, Bayern mit Gala zum Titel

Dortmund verpasst trotz Sieg den Meistertitel. München fertigt die Frankfurter Eintracht 5:1 ab. Ein Duo feiert glänzenden Abschied.

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Bayern München ist zum 7. Mal in Serie deutscher Meister. Die Münchner verteidigen am 34. und letzten Spieltag der Bundesliga dank einem 5:1 gegen Eintracht Frankfurt ihren Vorsprung auf den BVB.

Die Chancen auf einen Wechsel an der Spitze am letzten Spieltag waren für Borussia Dortmund schon vor Anpfiff um 15.30 Uhr gering. Die Mannschaft von Lucien Favre hatte auf Unterstützung von Bayern-Gegner Eintracht Frankfurt hoffen müssen, während sie selber zum Härtetest bei Borussia Mönchengladbach antrat. Um 15.34 Uhr ließ Kingsley Coman durch das frühe 1:0 in München die Hoffnungen des BVB-Anhangs bereits auf ein Minimum sinken.

Glänzender Abschied für ein Duo

Nur kurzzeitig, von der 50. bis zur 53. Minute, kam am letzten Spieltag nochmals so etwas wie Spannung auf. Sébastien Haller vermochte durch den zwischenzeitlichen und überraschenden Ausgleich für Frankfurt fünf Minuten nach der Pause das Nervenkostüm der Bayern und von Ex-Trainer Niko Kovac zu testen. Die Reaktion der Münchner, die in der ersten Halbzeit eine frühzeitige Entscheidung noch fahrlässig vergeben hatten, fiel allerdings vehement aus. David Alaba (53.) und Renato Sanches (58.) sorgten innerhalb von acht Minuten für die endgültige Entscheidung im Titelrennen.

Für ein fast kitschiges Münchner Schlussbouquet sorgten die scheidenden Flügelspieler Franck Ribéry und Arjen Robben. Die in der Bundesliga gefürchtete Flügelzange, die ihre Schicht erst nach einer Stunde antrat, war für die Treffer zum 4:1 respektive 5:1 verantwortlich. Ribéry, der zum 4:1 traf, verlässt den FCB nach zwölf Jahren mit dem 9. Meistertitel. Bei Robben, der zwei Jahre nach Ribéry nach München wechselte, wurde es im zehnten Jahr Meistertitel Nummer 8.

Gladbach und Frankfurt werden bestraft

Der BVB hatte beim 2:0 in Mönchengladbach derweil sein Möglichstes getan, die Titelentscheidung so lange wie möglich offen zu halten. Nach einer knorzigen Startphase fand Gelb-Schwarz kurz vor der Pause durch Youngster Jadon Sancho in die Spur. Der 19-jährige Engländer, der durch seine starken Bundesliga-Auftritte vielerorts Begehrlichkeiten weckte, bezwang den Gladbacher Torwart Yann Sommer nach einer Hereingabe von Marco Reus per Volley zum 1:0. Beim 1:0 noch Vorbereiter, erzielte der Kapitän in der 54. Minute den zweiten Dortmunder Treffer selber.

Als Kollateralschaden des Titel-Fernduells blieben letztlich die Gegner Borussia Mönchengladbach und die Eintracht Frankfurt zurück. Mönchengladbach rutschte durch die Niederlage am letzten Spieltag zu Gunsten von Bayer Leverkusen (5:1 bei Hertha Berlin) aus den Champions-League-Plätzen. Adi Hütters Eintracht Frankfurt muss anstelle von Wolfsburg (8:1 gegen Augsburg) in der Europa-League-Qualifikation antreten.

Verdienter Titel, auch dank 5:0-Gala

Die Münchner verdienten sich den siebten Meistertitel in Folge und den 29. insgesamt, weil sie sich von einer überragenden Vorrunde des BVB nur kurz aus der Ruhe bringen ließen. Favre hatte in seinem ersten halben Jahr in Dortmund in der Meisterschaft nur einmal verloren, der Vorsprung auf Verfolger Bayern betrug im Dezember neun Punkte. In München blieben sie geduldig und waren bereit, als beim BVB mit dem Beginn der Rückrunde eine Schwächephase aufzog.

Wie von den Bayern erhofft, brachte der Ausblick auf den möglichen Meistertitel Unruhe in das junge Dortmunder Kader. Nach zwei Siegen zum Auftakt in die Rückrunde war der BVB in fünf Spielen nur einmal siegreich. Die vorentscheidende Ablösung kam Anfang April mit der Münchner 5:0-Gala gegen den Herausforderer aus Dortmund.

(L'essentiel/tzi/sda)

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