Bundesliga

19. Februar 2021 08:03; Akt: 19.02.2021 08:20 Print

BVB und Schalke im Revierderby unter Druck

In der Bundesliga steht am Samstag das Revierderby auf dem Plan - unter besonderen Vorzeichen. In Frankfurt tritt der Tabellenführer an.

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Es geht sofort weiter. Nach dem Auftakt der K.o.-Runden im Europapokal wird wieder in der Bundesliga gespielt. Spannend wird, wie die vier beteiligten deutschen Teams die Reisestrapazen wegstecken. Im Revierderby ist der Druck an diesem Samstag besonders hoch. Das Spitzenspiel steigt in Frankurt, wo der FC Bayern belastet von einem neuen Corona-Fall antritt.

Ruhrpott: Die Zeiten, in denen das Duell der Erzivalen FC Schalke 04 und Borussia Dortmund ein Spitzenspiel war, sind vorbei. Dennoch stehen beide Teams mächtig unter Druck: Schalke helfen als bereits abgeschlagenem Schlusslicht im Abstiegskampf nur Siege weiter. «Gerade weil das Derby von so vielen Emotionen geprägt ist, kann ein Sieg dort einen höheren Stellenwert bekommen als ein normaler Sieg», sagte Torhüter Ralf Fährmann. Doch auch der BVB darf sich nach dem Sturz auf Rang sechs keine weiteren Rückschlägen erlauben, um die Champions League nicht aus den Augen zu verlieren. «Am Samstag steht ein großes Spiel an», kommentierte Torjäger Erling Haaland.

Herausforderer: Eintracht-Trainer Adi Hütter ist von der aktuellen Klasse des Frankfurter Teams überzeugt, glaubt aber nicht, ebenbürtig mit den Bayern oder gar ein Herausforderer zu sein. «Wir wollen zeigen, dass wir zurecht auf dem dritten Tabellenplatz stehen», sagte der Österreicher. «Man kann nicht sagen, wir sind mit den Münchnern auf Augenhöhe, dafür sind sie zu weit weg.» Der Rekordmeister liegt zehn Punkte vor den Hessen. Das Heimspiel der vergangenen Saison gewann Frankfurt mit 5:1.

Corona-Welle: Die Bayern haben einen neuen, unberechenbaren Gegner. Abwehrspieler Benjamin Pavard ist der nächster Spieler, bei dem ein Corona-Test ein positives Ergebnis zeigte. Der 24 Jahre alte Franzose ist in kurzer Zeit beim Rekordmeister der vierte Corona-Fall nach Javi Martínez, Leon Goretzka und Thomas Müller. Pavard gehe es gut, teilte der Verein mit. Er ist aber der nächste Ausfall vor den beiden kniffligen Auswärtsspielen in der Liga bei der Eintracht und in der Champions League in Rom gegen Lazio. «Ich bin kein Mensch, der jammert», sagte Trainer Hansi Flick schon nach dem jüngsten 3:3 gegen Arminia Bielefeld zur angespannten Personallage. Mit Abwehrspieler Stefan Posch vermeldete auch die TSG 1899 Hoffenheim nach längerer Pause wieder einen Corona-Fall.

Burgfrieden: Nach dem verkündeten Wechsel von Trainer Marco Rose zum Saisonende nach Dortmund brodelt es bei Borussia Mönchengladbach. Die Fans fordern die sofortige Trennung von Rose, was Sportchef Max Eberl aber vehement ablehnt. «Er wird alles dafür geben, am Ende vor Dortmund zu stehen», sagte Eberl. Vor allem die organisierten Anhänger haben Zweifel daran. «Wer verlässt jetzt diesen Verein, um zu einem Verein zu gehen, der gerade alles andere als gefestigt ist», sagte Fanprojekt-Sprecher Michael Weigand zuletzt bei Sky. Was den Anhang zudem nervt: Rose war 2019 gekommen, um nach eigener Aussage etwas Langfristiges aufbauen zu wollen. Das ist jetzt vom Tisch. Berichte über einen Streit der Spieler in der Kabine mit Rose bezeichnete Eberl indes als «Lüge».

Hertha in Not: Schon wieder ein dicker Brocken. Vor dem Duell gegen RB Leipzig klammert sich Hertha BSC an das Prinzip Hoffnung. Endlich soll mal gegen ein Top-Team etwas Zählbares herauskommen. Ansonsten droht dem selbst erklärten Europacup-Kandidaten als weitere Eskalationsstufe im Abstiegskampf der Absturz auf den Relegationsrang. Nah dran waren die Berliner in dieser Saison schon mehrmals, wenn es gegen die Besten ging. Der FC Bayern rettete sich zu zwei Siegen (4:3/1:0). Auch Leipzig war im Hinspiel nicht viel besser (2:1). «Jeder kann die Tabelle lesen, jeder weiß, dass es jetzt um Punkte geht», sagte Ersatzkapitän Niklas Stark.

(L'essentiel/DPA)

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