Transfercoup

31. Januar 2020 21:05; Akt: 31.01.2020 21:14 Print

Emre Can unterschreibt beim BVB

Der BVB steht auf dem Winter-Transfermarkt vor einem weiteren Coup. Kurz vor dem Ende der Wechselfrist traf Emre Can in Dortmund ein.

storybild

Emre Can wird ab sofort das Trikot von Borussia Dortmund tragen. (Bild: -/BVB/dpa)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Erst Erling Haaland, nun Emre Can: Borussia Dortmund hat seinen Anspruch auf den Meistertitel mit einem weiteren Transfercoup untermauert. Rund zwei Wochen nach der vielbeachteten Verpflichtung des norwegischen Angreifers Haaland (Salzburg) holt der Fußball-Bundesligist einen zweiten namhaften Profi. Der 26 Jahre alte deutsche Nationalspieler Can von Juventus Turin traf am Freitag wenige Stunden vor dem Ende der Wechselfrist zum Medizincheck in Dortmund ein. Am Abend wurde dann Vollzug gemeldet.

Der Defensivallrounder wird bis zum Saisonende ausgeliehen und soll im Sommer für 23 Millionen Euro plus Bonuszahlungen fest verpflichtet werden. Er soll die mitunter wacklige BVB-Abwehr stabilisieren und nach der kurzen Leihe einen Vierjahresvertrag erhalten. Vor allem die Vielseitigkeit des auf mehreren Positionen einsetzbaren Profis veranlasst die BVB-Führung zu einem weiteren tiefen Griff in die Vereinskasse. In die wurden indes noch einmal gut neun Millionen Euro durch den Verkauf von Angreifer Jacob Bruun Larsen zur TSG Hoffenheim gespült.

Abgang von Alcácer öffnet Tür

Dass sich der gebürtige Frankfurter Can in Turin zuletzt zumeist mit der Reservistenrolle begnügen musste, war kein Hinderungsgrund. Neben der Vielseitigkeit sprach die große Erfahrung für Can, die er auf seinen bisherigen Stationen beim FC Bayern, Bayer Leverkusen, FC Liverpool und in Turin sammeln konnte.

Die finanziellen Grundlagen für den Can-Transfer wurden durch den Abgang von Paco Alcácer geschaffen. Aus Frust über sein anhaltendes Reservistendasein kehrt der 26 Jahre alte Torjäger nach nur eineinhalb Jahren beim BVB in seine spanische Heimat zurück. Die Einigung mit dem FC Villarreal am Donnerstagabend bescherte der Borussia eine Einnahme von geschätzten 25 Millionen Euro.

Can bei Turin nicht glücklich

Ähnliche Gründe wie Alcácer trieben auch Can zu einem Vereinswechsel. Schließlich hatte er beim italienischen Rekordmeister unter der Regie des neuen Trainers Maurizio Sarri seinen Stammplatz verloren, der ihm im Meisterjahr zuvor noch sicher gewesen war. Bereits nach der Entscheidung von Sarri Anfang September, ihn nicht für die Champions League zu nominieren, hatte Can aus einem Unmut keinen Hehl gemacht. «Wenn ich das drei Tage eher erfahren hätte, dann wäre ich nicht bei Juve geblieben. Der Umgang mit mir war nicht ehrlich», klagte er damals.

Auch andere europäische Clubs - vornehmlich aus der Premier League - sollen interessiert gewesen sein. Doch Can bevorzugt eine Rückkehr in die Bundesliga. Möglicherweise verspricht er sich dadurch bessere Chancen auf einen Platz in der Nationalmannschaft, mit er 2017 als Stammkraft den Confederations Cup gewann, bei der EM-Endrunde in diesem Sommer. Zuletzt hatte ihn Bundestrainer Joachim Löw am 19. November 2019 beim 6:1 über Nordirland in der EM-Qualifikation als Innenverteidiger eingesetzt. Es war sein insgesamt 25. Einsatz in der DFB-Elf.

Mit dem Wechsel nach Dortmund würde Can laut Medienberichten einen deutlichen Gehaltsverzicht hinnehmen. Dennoch dürfte er im BVB-Edelkader zu den Großverdienern gehören.

(l'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.