Nach Kritik am CAS-Urteil

15. Juli 2020 12:33; Akt: 15.07.2020 12:35 Print

Guardiola fordert ein «Sorry» nach Begnadigung

Klopp und Mourinho kritisieren die CAS-Begnadigung von Manchester City und sprechen vom Ende des Financial Fairplay. Manchester-City-Trainer Guardiola gefällt dies gar nicht.

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Manchester City darf weiter im Europacup spielen. Dies entschied der Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne am Montag. Zuvor waren die Citizens von der Uefa wegen Verstößen gegen das Financial Fairplay für zwei Jahre von der Champions und der Europa League ausgeschlossen und mit einer Strafe von 30 Millionen Euro belegt worden. Die Sperre wurde aber aufgehoben, die Strafe um zwei Drittel reduziert.

Das kommt nicht überall gut an. «Ich glaube nicht, dass es ein guter Tag für den Fußball war», sagte beispielsweise Jürgen Klopp, Trainer des englischen Meisters Liverpool. Financial Fairplay sei eine gute Sache; er hoffe, dass es auch weiterhin existiert, denn es beschütze die Teams und den Wettbewerb. «Wenn die reichsten Leute und Länder tun können, was sie wollen, würde es den Wettbewerb sehr schwierig machen», sagte Klopp und gab zu bedenken: «Das würde zu einer Superliga mit zehn Vereinen führen.»

«Eine erbärmliche Entscheidung»

Noch deutlichere Worte fand José Mourinho, Trainer von Tottenham Hotspur: «Es ist eine erbärmliche Entscheidung.» Besonders die Strafe ist ihm ein Dorn im Auge. Wer unschuldig sei, solle nicht gebüsst werden. Doch «wenn sie schuldig sind, sollten sie gesperrt werden».

Der Portugiese betonte aber auch, dass dies keine Kritik am Ligakonkurrenten Manchester City sei, sondern an denjenigen an der Macht. Auf die Frage, ob die Entscheidung des CAS das Ende des Financial Fairplay darstelle, antwortete Mourinho überzeugt mit Ja.

Die Kritik seiner beiden Kollegen gefiel Manchester-City-Trainer Pep Guardiola überhaupt nicht. «Es war ein großartiger Tag für den Fußball, weil es zeigt, dass wir nach den gleichen Regeln wie alle Eliteclubs spielen», sagte er. Er sei unglaublich glücklich über die Entscheidung und forderte: «Man sollte sich bei uns entschuldigen.» Sie hätten die Regeln des Financial Fairplay befolgt, «sonst wären wir ja gesperrt worden», sagte der spanische Erfolgstrainer.

Zudem forderte er die anderen Vereine auf, nicht mehr hinter dem Rücken über den Club zu flüstern. «Wenn ihr etwas zu sagen habt, dann schaut uns in die Augen und tut es von Angesicht zu Angesicht», sagte Guardiola. «Und dann kommt aufs Feld und spielt.»

(L'essentiel/Etienne Sticher)

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