Champions League

25. Februar 2020 08:03; Akt: 25.02.2020 08:10 Print

Hansi Flick will in London «ein Zeichen setzen»

Im Hinspiel bei Chelsea wollen die Bayern beweisen, dass sie aus dem K.o. des Vorjahres gelernt haben. Der Erfolgsdruck ist gewaltig, der Trainer verspürt «eine große Vorfreude».

Zum Thema
Fehler gesehen?

Von einem ganz besonderen Druck möchte Hansi Flick nicht sprechen. Klar, das erste K.o.-Spiel in der Champions League stellt von der Bedeutung her die 17 vorangegangenen Pflichtspiele als Cheftrainer des FC Bayern in den Schatten. Trotzdem verspürt der seit Montag 55 Jahre alte Flick nach eigener Aussage vor allem «eine große Vorfreude» auf das so wichtige Achtelfinal-Hinspiel beim FC Chelsea.

Flick möchte am Abend (21 Uhr) an der Stamford Bridge mit seiner Mannschaft «ein Zeichen setzen». Europa soll sehen, dass mit den Bayern in dieser Saison international wieder zu rechnen ist. «Wir sind in der Rückrunde in der Spur», sagte er selbstbewusst in London.

Matchplan: Aus dem frühen Ausscheiden im vergangenen Jahr gegen den FC Liverpool haben die Bayern nach eigener Aussage gelernt. Damals sei man mit dem 0:0 im Hinspiel zufrieden gewesen, erinnerte Joshua Kimmich. Im Rückspiel in München gab es dann ein 1:3 gegen Jürgen Klopps Mannschaft, die anschließend zum Titelgewinn durchstartete. «Wir müssen anders auftreten», schlussfolgert Kimmich: Mutig, aktiv, angriffslustig. Das sieht auch Flicks Matchplan vor. «Wir müssen mit aller Konzentration und Leidenschaft spielen. Wir wollen mutig nach vorne spielen und sind gut in der Spur», kündigte der Trainer an.

Erfolgsgarant: Robert Lewandowski ist Bayerns größter Trumpf in der Offensive. Zehn Tore hatte der Pole in der Gruppenphase erzielt. Die Torschützenliste führt er damit gemeinsam mit dem Neu-Dortmunder Erling Haaland an. In den letzten sieben K.o.-Spielen mit Bayern blieb der 31-Jährige allerdings torlos. Zuletzt traf Lewandowski vor zwei Jahren im Achtelfinale gegen Besiktas Istanbul. Flick zweifelt deswegen aber nicht an seinem Topstürmer: «Robert hat aktuell die Form seines Lebens. Er hat einen Lauf, und wir hoffen, dass er das auch hier unter Beweis stellt. Er ist für uns als Leader sehr wichtig.» Lewandowskis Torquote sei «sensationell». 38 Treffer sind es nach 33 Pflichtspieleinsätzen in dieser Saison.

London: Zum zweiten Mal in dieser Königsklassen-Saison gastieren die Bayern in der englischen Hauptstadt. Und die Erinnerungen an den 1. Oktober 2019 sind bestens: 7:2 siegten die Münchner im Gruppenspiel gegen Tottenham. Nationalspieler Serge Gnabry glänzte bei dem Torfestival als vierfacher Torschütze. Damals hieß der Münchner Trainer noch Niko Kovac, Hansi Flick fungierte als dessen Assistent. «Wir spielen etwas anders als zu der Zeit», antwortete Kimmich am Montagabend in London auf die Frage eines englischen Reporters zu den Veränderungen beim FC Bayern. «Trotzdem wäre ich natürlich mit dem Ergebnis von damals zufrieden», bemerkte Kimmich grinsend.

Chelsea: Frank Lampard äußert großen Respekt vor den Bayern. «Wir treffen auf eine sehr starke Mannschaft. Bayern kann in jedem Jahr die Champions League gewinnen», sagte der 41 Jahre alte Trainer, der den FC Chelsea 2012 beim dramatischen Finalsieg gegen den FC Bayern in der Münchner Allianz Arena als Kapitän angeführt hatte. Ein Leistungsträger bei den Engländern ist Abwehrchef Antonio Rüdiger. «Er hat eine sehr starke Mentalität und ist auch für uns beim DFB ein sehr wichtiger Spieler», äußerte Kimmich über den Kollegen aus der deutschen Nationalelf. Flick warnt vor Chelseas Heimstärke: «Es ist eine Mannschaft, die gerade zu Hause sehr viel Druck machen kann.»

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.