Nach Torwartdebatte

25. September 2019 13:36; Akt: 25.09.2019 13:51 Print

Hoeneß droht mit Boykott des DFB-​​Teams

Im Torwartstreit um die Nummer Eins des Landes legt der Bayern-Boss nach und poltert gegen den Verband.

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In der Debatte um das Tor der deutschen Nationalmannschaft hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß nach Informationen der Sport Bild auch mit einem Boykott des DFB-Teams und somit mit einem Bruch der Fifa-Regeln gedroht. Auf die Frage, ob ihn die Situation zwischen Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen an die Ablösung des damaligen Stammtorwarts Oliver Kahn vor der WM 2006 durch Jens Lehmann erinnere, antwortete Hoeneß nach Angaben des Magazins in der Vorwoche: «Nein. Aber wir werden das nie akzeptieren, dass hier ein Wechsel stattfindet.»

Angesprochen auf ein mögliches Szenario, dass Neuer von ter Stegen abgelöst werden könnte, zitiert die Sport Bild den scheidenden Chef des deutschen Rekordmeisters mit den Worten: «Bevor das stattfindet, werden wir keine Nationalspieler mehr abstellen.» Hoeneß beschreibt damit eine Situation, durch die der deutsche Rekordmeister bewusst gegen die vom Weltverband verordnete Abstellungspflicht für Nationalspieler in den Länderspielpausen verstoßen würde. Seine erneut heftigen Aussagen in der Auseinandersetzung sind also eher als Drohkulisse zu verstehen. Die Bayern müssten im Boykott-Fall alle Spieler krankmelden. Sollten die Atteste einer Überprüfung nicht standhalten, würden bei einer Eskalation des Konflikts Strafen bis hin zu Spielersperren drohen.

«Ich weiß nicht, ob das jetzt hilft»

Die Debatte ausgelöst hatten Äußerungen des Barcelona-Keepers ter Stegen, der sich zuletzt über seine Reservistenrolle in der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes beklagt hatte. Bei einer Sponsoren-Veranstaltung in Barcelona wurde der 27-Jährige, der dieses Jahr für die Auszeichnung zum besten Torwart der Welt nominiert worden war, interviewt. Auf Spanisch sagte er in ein Mikro: «Diese Reise mit der Nationalmannschaft war ein harter Schlag für mich.» Ein Satz, der aus dem Kontext gerissen worden war. Denn der Rest des Kurzinterviews hatte Deutschland nie erreicht. Wie die «Bild» nun berichtet, hatte ter Stegen noch die folgenden Sätze gesagt: «Aktuell spielt Manuel Neuer, er macht das gut. Ich kann nicht erwarten, dass ich mehr Einsätze im DFB-Team bekomme.»

Neben Hoeneß, der in einem Rundumschlag den DFB und dessen Verantwortliche, ter Stegen und die Medien verbal angegriffen hatte, hatte auch Manuel Neuer seinen Konkurrenten nach dessen Aussagen kritisiert: «Er hat bei der Nationalmannschaft nichts gesagt. Ich weiß nicht, ob das der Mannschaft jetzt hilft.»

(L'essentiel/dpa/kvo)

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