Bundesliga

17. Mai 2019 09:20; Akt: 17.05.2019 10:35 Print

«Hoffnung jeden Tag größer» – BVB glaubt an Wunder

Ende April erklärte Coach Lucien Favre den Titelkampf zugunsten der Bayern für entschieden. Nun ist beim BVB vor dem Showdown jedoch der Glaube an einen Coup zurück.

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Kleine Chance, große Zuversicht – bei Borussia Dortmund wächst der Glaube an ein Meister-Wunder. Selbst der eigentlich als Skeptiker bekannte Vereinsboss Hans-Joachim Watzke schlägt vor dem finalen Titel-Fernduell mit dem FC Bayern forsche Töne an. «Meine Hoffnung wird jeden Tag größer. Ich habe das Gefühl, dass wir vor großen Dingen stehen», sagte der BVB-Geschäftsführer vor dem Spiel des BVB am Samstag (15.30 Uhr) in Mönchengladbach. Im Fall eines Happy Ends will er es beim geplanten Auto-Korso mächtig krachen lassen: «Wenn wir dieses Mal Meister werden, können wir 24 Stunden fahren. Wir fahren bis Montagmorgen, ich bleibe an Bord.»

Trotz des Zwei-Punkte-Rückstands auf den FC Bayern, der zeitgleich sein Heimspiel gegen Frankfurt verlieren muss, sprechen sich alle Dortmunder vor dem spannendsten Saisonfinale seit zehn Jahren Mut zu. «Ich glaube, dass die Möglichkeit auch nicht so klein ist, wie der ein oder andere glaubt», kommentierte Watzke. En passant erinnerte er an den Showdown der Saison 1999/2000, als Leverkusen mit einer 0:2-Niederlage bei der SpVgg Unterhaching noch den Titel an den FC Bayern verlor: «Ich finde die Situation eigentlich ganz cool.»

«Wenn wir in Führung gehen...»

Das übliche psychologische Vorgeplänkel soll dazu beitragen, den Druck auf die Münchner zu erhöhen und der zuletzt verunsicherten eigenen Mannschaft zu mehr Leichtigkeit zu verhelfen. Sportdirektor Michael Zorc empfahl den Profis, das Finale furioso zu genießen: «Wir freuen uns alle riesig auf das Spiel und sind ein bisschen stolz, dass wir dabei sind. Die Anspannung wird am Samstag steigen - das sind schöne Momente.»

Hinweise auf die ungünstige Ausgangslage für den BVB lassen den im Titelkampf erprobten ehemaligen Profi kalt: «Das ist keine mathematische Kalkulation. Da geht es auch um Dynamiken, die entstehen. Wenn wir in Führung gehen würden, könnte das etwas auslösen.»

«Äppelwoi» für die Eintracht

Zur Freude von Lucien Favre kehrt Kapitän Marco Reus nach zwei Spielen Sperre in den Kader zurück. Dagegen bleibt offen, ob der Schweizer Fußball-Lehrer wieder mit Roman Bürki planen kann. Der Stammkeeper hatte aufgrund muskulärer Probleme bis zur Wochenmitte nur individuell trainiert und brach am Donnerstag die Einheit ab. Dennoch hat Favre einen Einsatz des Keepers noch nicht abgeschrieben: «Für Roman sollte es gehen.» Dagegen wird Abwehrspieler Abdou Diallo wohl fehlen.

Zur Einstimmung auf den Showdown könnte Favre seinen Profis Bilder von 1995 zeigen. Schließlich gelang es dem BVB damals, als einer von fünf Clubs in der 56-jährigen Bundesligageschichte an einem letzten Spieltag von Platz zwei auf eins zu springen. Schützenhilfe leistete damals der FC Bayern, der den Spitzenreiter aus Bremen besiegte. Diesmal hofft Zorc auf Schützenhilfe der Hessen.

Die scherzhaft gemeinte Frage, ob der Eintracht als Prämie schon ein Kasten Bier zugedacht sei, beantwortete der schmunzelnde Zorc mit dem Hinweis auf die noch mögliche Champions-League-Qualifikation für die Frankfurter: «Ein Kasten Bier als Motivationsgrundlage wäre nicht ausreichend. Außerdem trinken die doch lieber Äppelwoi.»

Bundesliga, 34. Spieltag:

Samstag:

Bayern München – Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr)
FC Schalke 04 – VfB Stuttgart
Bor. Mönchengladbach – Borussia Dortmund
Hertha BSC – Bayer Leverkusen
Werder Bremen – RB Leipzig
SC Freiburg – 1. FC Nürnberg
FSV Mainz 05 – 1899 Hoffenheim
VfL Wolfsburg – FC Augsburg
Fortuna Düsseldorf – Hannover 96

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BVB-Fan am 17.05.2019 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Hätten sie ihren Vorsprung nicht so schnell und leichtsinnig verspielt, wäre es jetzt leichter.

Die neusten Leser-Kommentare

  • BVB-Fan am 17.05.2019 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Hätten sie ihren Vorsprung nicht so schnell und leichtsinnig verspielt, wäre es jetzt leichter.