«Kein Talent»

06. Dezember 2019 14:01; Akt: 06.12.2019 14:03 Print

Ibrahimovic schießt scharf gegen Ronaldo

Die Gerüchte, wonach Zlatan Ibrahimovic nach Italien wechselt, reißen nicht ab. Dort würde der exzentrische Schwede auf Cristiano Ronaldo treffen.

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Beide gehören zu den erfolgreichsten Fußballern der Welt, beide haben ein enormes Ego: Zlatan Ibrahimovic und Cristiano Ronaldo. Der Portugiese steuert mit Juventus Turin den nächsten Scudetto an – es wäre der neunte in Serie –, der Kontrakt des Schweden mit LA Galaxy läuft Ende Jahr aus, die MLS-Saison ist bereits beendet.

Es mehren sich die Gerüchte, wonach der 38-jährige Ibrahimovic nach Italien zurückkehren könnte, wo er bereits für Juventus Turin, Inter Mailand und die AC Milan gespielt hat. Sollte der Exzentriker wieder in der Serie A antreten, würde er gezwungenermassen auf Ronaldo treffen. Wobei Ibrahimovic in einem Interview mit dem Magazin «GQ» widersprach: «Absolut nicht, der wahre Ronaldo ist Brasilianer.»

«Das war keine Herausforderung»

Das war nicht die einzige Stichelei gegen CR7. «Cristiano hat kein natürliches Talent», schoss Ibra scharf. Er gab aber immerhin zu, dass Ronaldo «die Frucht harter Arbeit» sei. Doch das ist auch die einzige Nettigkeit, die der Schwede für den fünffachen Champions-League-Sieger übrig hatte.

So habe Cristiano bei einem Club unterschrieben, der siebenmal hintereinander die Serie A gewonnen hat. Das sei doch keine Herausforderung. Ibrahimovic hätte mehr Respekt vor Ronaldo gehabt, wenn dieser zu Juve gewechselt hätte, als der Club in die Serie B zwangsabgestiegen war. «Von dort hätte er Juve wieder hochschießen müssen.»

Rache folgte vier Jahre später

Im selben Interview gab «Ibra» zudem preis, dass er äußerst nachtragend sei. Als er bei Juve unter Vertrag stand, spielte er 2006 gegen Inter. «Materazzi ging in einen Zweikampf wie ein Killer und verletzte mich», erinnerte er sich (siehe Video oben). Er wollte sich am Raubein rächen, wechselte aber dann zu Inter und Barcelona.

Als er 2010 mit der AC Milan im Derby erneut auf Inter traf, sah der Stürmer seine Chance. Zuerst wurde Ibrahimovic im Strafraum gefoult – durch Materazzi –, es gab Elfmeter, welcher der Schwede versenkte, 1:0 Milan. Eine Art Genugtuung, aber «Ibra» gab sich noch nicht zufrieden.

«In der zweiten Hälfte kam Materazzi auf mich zu und ich traf ihn mit einem Taekwondo-Move. Ich schickte ihn ins Krankenhaus. Inters Stankovic fragte mich: ‹Warum hast du das getan?› Ich antwortete ihm: ‹Ich habe vier Jahre auf diesen Moment gewartet. Darum!›»

Materazzi reagiert umgehend

Auch Materazzi bekam diese Anekdote Ibrahimovics mit und reagierte umgehend auf Instagram: Er postete ein Bild vom Champions-League-Triumph Inters 2010. Dieser gelang kurz nach Ibrahimovics Abgang – der Schwede wartet noch immer auf seinen ersten Titel in der Königsklasse. Zum Post schrieb der Italiener provokativ: «Ich kam, ich sah, ich siegte. Immer und in jedem Fall, DANKE Ibrahimovic. Ohne dich hätten wir nie GEWONNEN.»

(L'essentiel/hua)

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