Leben im Lockdown

19. April 2020 13:31; Akt: 19.04.2020 13:36 Print

Jürgen Klopp gewährt Einblick in seinen Alltag

Von Rühreikochen bis Krawattebinden: Das lernt Jürgen Klopp während der Corona-Krise. Seine Spieler heitern die Fans mit Beiträgen in den sozialen Medien auf.

Klopp erzählt von seinem Alltag während der Coronakrise. (Video: Twitter/@LFC)

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Wie sieht der Alltag eines Fußballtrainers ohne Fußball aus? Jürgen Klopp gewährt Einblick. Der Trainer des FC Liverpool erzählt in einem Videointerview auf der Clubwebseite, dass er sich einfachen Haushaltsaufgaben widmet: «Ich habe viel Neues gelernt und bin jetzt zuständig fürs Abwaschen. Das gefällt mir!»

Er sei ein richtiger Experte für die Geschirrspülmaschine geworden. «Und ich habe zum ersten Mal Rührei gekocht. Ulla (seine Frau) war beeindruckt.» Trotzdem ließ sie ihn bisher nur einmal kochen.

Für nächste Woche hat er sich eine Challenge vorgenommen. Der Deutsche sagt: «Ich bin 52-jährig, aber kann keine Krawatte binden. Das werde ich lernen.» Und fügt mit seinem typischen Grinsen an: «Das wird wohl die ganze Woche dauern!»

Kontakt mit ehemaligen Schulkameraden

Klopp nutzt die Zeit auch, um mit Leuten in Kontakt zu treten, mit denen er seit Langem nicht mehr gesprochen hat. «In dieser Zeit, in der ‹social distancing› wahrscheinlich das Wort des Jahres ist, findet bei mir auch ‹social connecting› statt.» In eine Whatsapp-Gruppe mit ehemaligen Klassenkameraden sendete seine Cousine, die mit ihm in der Klasse war, Babyfotos, danach fragte Klopp nach weiteren Fotos.

«So viele schöne Erinnerungen kamen zurück, das war ein wunderbarer Tag. Ich sah verrückt und komisch aus als ich jung war – manche sagen, das sei noch heute so!» Klopp legt das persönliche Fotoalbum gerne offen. Wenn die Leute in schwierigen Zeiten über ihn lachen können, freue ihn das. «No problem!»

Die ganze Fotogalerie ist hier zu sehen.

Milner putzt Kieselsteine

Auch Klopps Spieler sind darum bemüht, für etwas Abwechslung im Alltag der Fans zu sorgen und bringen sie mit Beiträgen in den sozialen Medien zum Schmunzeln. Außenverteidiger Andy Robertson etwa postete Screenshots seines Tagesablaufs. In einem Kalendereintrag ist zu lesen: «Nachricht an Virgil van Dijk, um zu sagen, dass ich ihn vermisse». Oder gleich viermal am Tag: «Trent anrufen». Mit dem anderen Außenverteidiger, Trent Alexander-Arnold, verbindet Robertson eine Freundschaft und kollegiale Rivalität. Die beiden tauschen via soziale Medien regelmäßig Sticheleien aus und haben einen persönlichen Wettbewerb, wer mehr Assists sammelt.

In einem weiteren Kalendereintrag heißt es: «Milners Instagram-Account anschauen». Teamkollege James Milner kokettiert mit seinen Fotos und Videos oft mit seinem Image als Langweiler. Dem 34-jährigen Engländer kann man beim Bügeln zusehen oder dabei, wie er den frisch gemähten Rasen mit einem Lineal millimetergenau abmisst. Sein neustes Video: Er sitzt vor seinem Haus und putzt Kieselsteine. «Mrs M wollte mich wohl für eine Weile aus dem Haus haben», schrieb er dazu.

(L'essentiel/va)

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