Antoine Griezmann

12. Juli 2019 15:30; Akt: 12.07.2019 15:33 Print

Mega-​​Transfer um Weltmeister ist perfekt

Ende der Posse: Antoine Griezmann wechselt definitiv von Atlético Madrid zum FC Barcelona. Die Katalanen zahlen 120 Millionen Euro für den Stürmer.

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Eines der großen Transfertheater der letzten anderthalb Jahre ist vorbei. Antoine Griezmanns Anwalt Sevan Karian hat am Freitagnachmittag die Ausstiegsklausel aktiviert, indem er die 120 Millionen Euro bei der spanischen Fußballliga deponiert hat. Diese Formalität ist in Spanien üblich, um sich mittels vorgeschriebener Ablösesumme aus dem Vertrag freizukaufen. Somit wechselt Griezmann zum FC Barcelona, wie der Verein bestätigt.

Seit Anfang 2018 kursieren Gerüchte, wonach der französische Stürmer zu Barça wechseln solle. Nach dem WM-Titel vergangenen Sommer veröffentlichte der 28-Jährige allerdings eine (von Barça-Verteidiger Gerard Piques Firma Kosmos produzierte) Doku, in der er aufzeigte, wie der schwierige Entscheidungsprozess vonstattenging – zum Schluss verkündete er seinen Verbleib bei Atlético Madrid. Er verlängerte seinen Vertrag, bekam eine saftige Lohnerhöhung und die Ausstiegsklausel stieg von 100 Millionen auf 200 Millionen Euro. Allerdings nur bis am 1. Juli 2019, dann sank sie auf 120 Millionen Euro. Ein Indiz, wonach sich Griezmann einen Wechsel doch noch offen lassen wollte.

«Weiß, welche Opfer ich bringen muss»

Mitte Mai 2019 kündigte er dann auch an, dass er Atlético verlassen wolle. Diesen hat er nun offiziell vollzogen. Bayern München und Barcelona galten als mögliche Abnehmer, zuletzt kündigte Atlético-Präsident Enrique Cerezo an, dass es die Katalanen sein werden. Auch der Zeitpunkt ist nicht zufällig: Heute enden Griezmanns Ferien (alle Atlético-Spieler erhalten im Sommer eine 30-tägige Ruhezeit), er hätte sonst also heute zum Training erscheinen müssen. So wird er am Montag bei Barças offiziellem Vorbereitungsstart einsteigen.

Bei Barça wird der Linksfuß zunächst einen schweren Stand haben. Fans, und wie spanische Medien berichten auch einige Spieler, soll Griezmanns Inszenierung aus dem Vorjahr nicht gefallen haben. Auch deshalb sagte Griezmann vor einigen Wochen: «Ich weiß, wohin ich wechseln werde, und ich weiß, welche Opfer ich dafür bringen muss.» Von Anfang an wird also ein großer Druck auf dem talentierten Offensivspieler lasten. Aber klar ist auch: Mit guten Leistungen wird ihm seine Doku «La Décision» schnell verziehen.

(L'essentiel/fas)

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