Sébastien Thill

29. September 2021 19:33; Akt: 29.09.2021 20:43 Print

«Mein Handy hört nicht mehr auf zu klingeln»

LUXEMBURG – Der Fußballer aus dem Großherzogtum spricht im Interview über sein Tor gegen Real Madrid und über die Ziele seines Teams.

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Sébastien Thill hat mit seinem Tor in ganz Europa für Aufsehen gesorgt. (Bild: AFP/Pierre-Philippe Marcou)

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L'essentiel: Was haben Sie gedacht, als der Ball in der 90. Minute bei Ihnen landete?

Sébastien Thill: Dass er auf meinem starken linken Fuß liegt und dass ich ziemlich viel Platz habe. Ich war mir sicher, dass er nach meinem Schuss entweder ins Tor geht oder aus dem Stadion fliegt.

Was es das schönste Tor Ihrer Karriere?

Es hat sicherlich am meisten Aufsehen erregt. Es war sicherlich ein schönes Tor, aber ich habe glaube ich schon mal ein schöneres gemacht.

Wie ist es, das Bernabéu zum Schweigen zu bringen?

Ein ziemlich gutes Gefühl. Die Madrilenen waren schockiert. Da hat man die Fans, die mit uns gereist sind auch einmal gehört.

Wie hat die Mannschaft den Sieg gefeiert?

Die Freude war natürlich riesig. Uns wurde aber eigentlich erst ein oder zwei Stunden nach dem Schlusspfiff klar, was wir da erreicht hatten.

Wie viele Anrufe und Nachrichten haben Sie bekommen? Hat Ihr Handy lange geklingelt?

Es klingelt immer noch, es hört gar nicht mehr auf! Sogar einige Spieler aus meiner Anfangszeit in Petingen haben mir gratuliert. Das ist einfach super.

Sie sind der erste Luxemburger, der in der Champions League ein Tor geschossen hat. Was halten Sie davon?

Das ist eine große Ehre. Ich bin unheimlich stolz. Ich glaube, dass mich das jetzt mein ganzes Leben lang verfolgen wird.

Haben Sie als Kind von der Champions League geträumt?

Ja, ich wollte alle Spiele sehen und musste mit meinen Eltern regelrecht darum kämpfen. Irgendwann durfte ich dann eine Halbzeit schauen, bevor ich ins Bett musste.

Denkt Ihr Team an den Einzug in die K.o.-Runde?

Nein, darüber zerbrechen wir uns nicht den Kopf und wollen uns nicht unter Druck setzen. Niemand hat geahnt, dass wir nach zwei Spielen sechs Punkte haben und in der Tabelle auf Platz eins sind.

Was hat sich seit Ihrer Zeit bei Progrès Niederkorn geändert?

Ich bin jetzt 27 Jahre alt und nehme einige Dinge ernster. Das hat sich auf meine Einstellung auf dem Platz und letztendlich auch auf mein Spiel übertragen. Außerdem habe ich sechs Kilo abgenommen. Ich war noch nie so fit.

(Nicolas Grellier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ag am 29.09.2021 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gutt gemach.talent huet de bopa veriewt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • ag am 29.09.2021 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gutt gemach.talent huet de bopa veriewt.